Der niederländische Politiker Geert WildersFoto: Martijn Beekman/AFP/Getty Images

Die Niederlande vor der Wahl im März 2017: Wilders liegt in umstrittenen Umfragen weit vorne

Epoch Times11. Januar 2017 Aktualisiert: 11. Januar 2017 18:07
Die Niederlande stehen kurz vor der Wahl. Am 15. März werden die 17 Millionen Einwohner des Landes zur Urne gebeten. Geert Wilders mit seiner "Partei für die Freiheit" liegt in den Umfrageergebnissen weit vorne - doch Umfragen sind in den Niederlanden umstritten.

In gut zwei Monaten wählen die Niederländer eine neue Regierung. Die Wirtschaft im Land steht unter der derzeitigen Regierung zwar besser da als in den vorangegangenen Jahren, aber das Flüchtlingsthema überstrahlt alles.

Es wird heftig diskutiert: Im Mittelpunkt dessen steht der umstrittene Politiker Geert Wilders. Er kritisiert die Ideologie des Islam, wendet sich vom Euro ab und zweifelt an der Sinnhaftigkeit des EU-Konstrukts. Wilders ist ein Anti-Establishment-Politiker und liegt in den Umfragen weit vorne. Von den sogenannten Leitmedien wird der 53-Jährige fast immer als „Rechtspopulist“ bezeichnet. Wilders fordert unter anderem höhere Renten und eine bessere Pflege von Alten.

Am 15. März werden die 17 Millionen Einwohner der Niederlande zur Urne gebeten. Eine jüngste Umfrage – der Umfrageplattform peil.nl des Demoskopen Maurice de Hond und einer Partnerorganisation – belegt den Vorsprung Wilders und seiner „Partei für die Freiheit“ (PVV), berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“.

Demnach kann die PVV mit 35 der 150 Sitzen in der Zweiten Kammer rechnen – was zu einer Mehrheit im Parlament führen wird. Mit 23 Sitzen folgt auf dem zweiten Platz die rechtsliberale Partei VVD des Ministerpräsidenten Mark Rutte. Aktuell regiert Rutte in einer Koalition mit der sozialdemokratischen PvdA.

Die derzeitige Regierung schaffte es zwar die Wirtschaft anzukurbeln und das Haushaltsdefizit zu reduzieren, aber das Einwanderungsthema und die zunehmende Skepsis am Multikulti-Konzept geben Wilders und seiner Partei Aufwind.

Unterdessen stellt sich eine neue niederländische Bewegung namens „Denk“ der PVV entgegen. Sie richtet sich zwar nach eigenen Angaben an alle Niederländer, positioniert sich aber eindeutig als Migranten-Partei. Nach Angaben der FAZ sind die Gründer zwei türkischstämmige Männer, welche die Fraktion der sozialdemokratischen PvdA im Streit verließen und nun als Zwei-Mann-Gruppe in der Zweiten Kammer weitermachen.

Zweifel an Umfragen wachsen

In den Umfragen liegt Wilders PVV zwar ganz deutlich vorne, aber der Wahrheitsgehalt der Umfrageergebnisse wird stark angezweifelt. Bei den letzten Wahlen vor fünf Jahren hatten die Vorhersagen weit daneben gelegen. Die in den Umfragen favorisierten Parteien – SP und PVV – fanden sich nach der Wahl in der Opposition wieder.

Deshalb sind niederländische Medien inzwischen sehr skeptisch und veröffentlichen die Resultate einzelner Umfragen oft nicht mehr. (so)


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