Parlamentspalast in BukarestFoto: über dts Nachrichtenagentur

Eine Tonne Fipronil-Eigelb aus Deutschland in Rumänien entdeckt

Epoch Times10. August 2017 Aktualisiert: 10. August 2017 20:13
In Rumänien ist eine Tonne mit Fipronil verseuchtes Flüssig-Eigelb aus Deutschland entdeckt worden. Grund für die Entdeckung in Rumänien sei "eine spezifische Warnung der Europäische Kommission" im Rahmen des europäischen Schnellwarnsystems für Lebensmittel und Futtermittel gewesen.

In Rumänien ist eine Tonne mit Fipronil verseuchtes Flüssig-Eigelb aus Deutschland entdeckt worden. Wie die nationale Veterinärbehörde ANSVSA am Donnerstag in Bukarest mitteilte, wurde das belastete Flüssigeigelb in einer Lagerhalle im Westen des Landes gefunden. Das Flüssig-Eigelb sei nicht in den Verkauf gelangt. Rumänien ist das erste Land in Osteuropa, in dem mit Fipronil belastetes Ei nachgewiesen wurde.

Grund für die Entdeckung in Rumänien sei „eine spezifische Warnung der Europäische Kommission“ im Rahmen des europäischen Schnellwarnsystems für Lebensmittel und Futtermittel gewesen, sagte eine Sprecherin der Veterinärbehörde, Alina Monea, der Nachrichtenagentur AFP.

Mit Rumänien sind mittlerweile zehn Länder von dem Eierskandal betroffen: Neben Deutschland, den Niederlanden und Belgien auch Frankreich, die Schweiz, Österreich, Schweden, Großbritannien und Luxemburg. Der Skandal um Millionen mit dem Insektengift belastete Eier hat nach bisherigen Erkenntnissen seinen Ursprung in Belgien.

Im Nachbarland wurde offenbar verbotenerweise ein für die Nutztierhaltung zugelassenes, rein pflanzliches Desinfektionsmittel mit dem für die Nutztierhaltung verbotenen Fipronil gemischt. Es wurde auch in Ställen in den Niederlanden und in einigen Fällen auch in Deutschland eingesetzt. Millionen belasteter Eier aus den Niederlanden wurden nach Deutschland verkauft. (afp)

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