Einer der französischen Zentralfriedhöfe in Vimy La Targette für die gefallenen Soldaten des 1. Weltkrieges.Foto: iStock

Elysée: Merkel bei Feiern zu 100 Jahre Ende des Ersten Weltkriegs

Epoch Times18. Oktober 2018 Aktualisiert: 18. Oktober 2018 18:27
Frankreich erinnert im November an das Ende des Ersten Weltkrieges mit verschiedenen Veranstaltungen. Auch Kanzlerin Merkel wird erwartet.

Der Elysée-Palast teilte am Donnerstag mit, Bundeskanzlerin Merkel werde am 10. November gemeinsam mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron an einer Zeremonie im Wald von Compiègne nordöstlich von Paris teilnehmen, wo Deutschland und die Alliierten 1918 den Waffenstillstand geschlossen hatten.

Am 11. November eröffnet Merkel dann laut Macrons Büro in Paris symbolisch ein „Friedensforum“, zu dem insgesamt 60 Staats- und Regierungschefs erwartet werden, darunter auch US-Präsident Donald Trump und der russische Staatschef Wladimir Putin. Zuvor will Macron eine Ansprache am Triumphbogen in Paris halten.

Im Rahmen der Gedenkfeierlichkeiten zum Weltkriegs-Ende wird Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zudem am 4. November in Straßburg erwartet, wie Macrons Büro weiter mitteilte. Dort würden die beiden Präsidenten die deutsch-französische Aussöhnung mit einem Konzert feiern.

Der Elysée-Palast betonte, die Zeremonie mit Merkel und Macron im Wald von Compiègne am 10. November habe historischen Charakter: „Wir werden in die Fußstapfen von Helmut Kohl und François Mitterrand 1984 in Verdun treten“, hieß es. Die Bilder von dem damaligen Kanzler und dem Präsidenten, die sich auf einem Soldatenfriedhof die Hand reichten, gingen um die Welt.

Aus dem „Ort der Vergeltung“ werde so zugleich ein „Ort der Aussöhnung“, betonte die französische Präsidentschaft. Die Nazis hatten die Franzosen 1940 nach ihrem Einmarsch gezwungen, den Waffenstillstand auf der gleichen Lichtung im Wald von Compiègne zu unterschreiben, auf dem 1918 das Deutsche Reich seine Kapitulation besiegelt hatte.

Dafür ließ Adolf Hitler eigens den Eisenbahnwaggon herbeischaffen, in dem der Erste Weltkrieg beendet worden war. Der Diktator wollte sich damit auch für die „Schmach“ des Versailler Vertrags von 1919 rächen, mit dem die Alliierten den Deutschen harte Reparationsforderungen auferlegten.

Präsident Macron plant vom 4. bis 9. November zudem eine Reise zu wichtigen Orten des Ersten Weltkriegs in Frankreich. Er wird unter anderem in Verdun erwartet und am Nationalfriedhof Notre-Dame-de-Lorette im Norden des Landes, wo mehr als 40.000 Soldaten begraben liegen.

Am 11. November um 11.00 Uhr sollen dann in ganz Frankreich die Glocken läuten – zur Erinnerung an den Waffenstillstand, der 1918 zu dieser Stunde in Kraft trat. (afp)



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