Enteignung aller Sparer in Europa – schon 2014 vom IWF gewollt

Von 27. April 2015 Aktualisiert: 27. April 2015 11:45
Die Enteignung der Sparer in Europa und eine Weltregierung aus Technokraten, um die global vernetzte Wirtschaft in den Griff zu kommen – das sind schon seit 2014 die offen erklärten …

Die Enteignung der Sparer in Europa und eine Weltregierung aus Technokraten, um die global vernetzte Wirtschaft in den Griff zu kommen – das sind schon seit 2014 die offen erklärten Pläne des IWF.

Der IWF forderte 2014 die Regierungen auf, nicht länger die Augen zu verschließen und der Realität ins Gesicht zu sehen: es wird nicht nur Länder wie Griechenland treffen, sondern alle. Kürzung und Entwertung der Sparguthaben und aller Sozialleistungen.
Erstaunlicherweise erfährt man von der Frühjahrstagung vom 17. – 19. April 2015 so gut wie nichts.
Wolfgang Schäuble sagte am Ende der Tagung: „Griechenland war hier nicht im Fokus". Um was ging es? Um die weltweite Wirtschaft, Wachstum, Investitionen und Strukturreformen?
Viel wurde nicht veröffentlicht. Stattdessen gab es andere interessante Splitter zu lesen.
1. Die USA sind keine Demokratie mehr
Die Deutschen Wirtschaftsnachrichten berichteten am 26.04.2015 von einer Studie der Princeton University, die zu dem Ergebnis kommt, dass die USA keine Demokratie mehr sind:
„Sie sind keine Demokratie mehr, weil politische Entscheidungen nicht mehr den Wünschen der Bürger, sondern den Interessen einer kleinen Wirtschafts-Elite dienen.“
Diese Studie erregte national in den USA und international schon 2014 einiges Aufsehen und heftige Diskussionen. (1)
2. Elite in Deutschland – Wer hat in Deutschland die Rolle der Elite, die die Politik lenkt? 
Werfen wir einen Blick auf das CAP, das Centrum für Angewandte Politikforschung, das den wichtigsten Politikberater stellt: Professor Werner Weidenfeld. Das CAP steht eng in Beziehung zu Bertelsmann (2) und der Venusberg-Gruppe.
Seit Jahren arbeiten sie genau auf diese Situation hin, die wir jetzt erleben. Schon 2004 wurde durch die Bertelsmann Stiftung in Gütersloh die „Beyond 2010 European Grand Strategy in a Global Age“ (3) herausgegeben.
Darin wurde (auf Englisch) Klartext geredet: die EU soll zum weltweit agierenden Sicherheitsakteur gemacht werden und über volle militärische Dominanz verfügen, auch mittels Atomwaffen; sie sollte in der Lage sein, präventiv zu intervenieren. Neben neu zu schaffenden Sicherheits- und Geheimdienstagenturen sieht die Venusberg-Gruppe einen politisch-militärisch-industriellen Komplex vor, der agieren soll, bis es im EU-Maßstab außen- und verteidigungspolitische Strukturen gibt.
Das CAP berät die deutsche Politik und gibt den sogenannten Hauptstadtbrief heraus. In der Ausgabe 127 vom 12.02.2015 (4) wird die Lage durch Professor Weidenfeld folgendermaßen zusammengefasst:
„Erstens: Abschreckung wirkt nicht mehr. Die Epoche der Abschreckung ist sicherheitspolitisch beendet …
Zweitens: Bipolarität gibt es nicht mehr … Wir haben viele weltpolitisch relevante Mächte – USA, China, Japan, Indien, Russland, Europa –, aber es fehlt der klar kalkulierbare sicherheitspolitische Rahmen der Weltpolitik …
Drittens: Gegnererkennung gelingt nicht mehr. Die kriegführenden Kämpfer treten meist ohne staatliche Hoheitsabzeichen auf.“ Damit sind Kriege aus Gründen von Religion oder Armut, um Rohstoff- und Energieversorgung, gegen Piraten und Cyber-Krieger gemeint.
Als Lösungen werden vorgeschlagen:
Zitat: „Erstens: Handlungsfähige Einheiten bilden … Eine weltpolitisch relevante politische Größe ist gefordert. Die Europäische Union mit ihren mehr als 500 Millionen Einwohnern, ihrem ökonomischen und militärischen Potenzial hat das dazu nötige Format.
Zweitens: Auf Schutz setzen. Nach dem Abschied vom Prinzip der Abschreckung muss die Umstellung auf das Prinzip des Schutzes erfolgen. Wer wissen will, was da zu tun ist, muss nur auf die tiefgreifende Veränderung der amerikanischen Sicherheitspolitik nach der traumatischen Erfahrung der Attacke auf das World Trade Center am 11. September 2001 schauen. Die Strategie ist – nicht ohne Erfolg – auf Schutz umgestellt worden.
Drittens: Vorausschauend Führung wagen. Für eine so tiefgreifende Kurskorrektur mit großem Erklärungsbedarf muss man jedoch feststellen: Europa hat ein Führungsdefizit. Das Ergebnis ist: Wir rennen den Entwicklungen hinterher …
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Das Potenzial Europas ist enorm. Europa ist eine Weltmacht – aufgrund der Führungsschwäche aber derzeit eine kopflose Weltmacht …
Notwendig ist die fundamentale Umstellung auf den Schutz-Gedanken und die damit verbundene Prävention. Dazu wiederum benötigt Europa eine daran orientierte strategische Elite – die mit anderen weltpolitischen Akteuren neue strategische Partnerschaften aufbaut …“ (4)
Alle Quellenangaben finden stehen als Direktlink unter dem Video. Diese Forderungen wurden vor einem Jahr erhoben – es ist zu vermuten, dass in der Frühjahrstagung 2015 die Fortsetzung und bessere Umsetzung der Enteignung der Sparer in Europa und einer Weltregierung aus Technokraten beraten wurde.

https://youtube.com/watch?v=lz6bpcB5ikk

(1) http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/04/26/princeton-studie-als-warnung-an-europa-usa-sind-keine-demokratie-mehr/
(2) http://www.cap.lmu.de/download/2007/2007_Venusberg_Beyond_2010.pdf
(4) http://www.derhauptstadtbrief.de/cms/index.php/106-der-hauptstadtbrief-127/699-die-neue-weltunordnung-zuerst-im-kopf-ordnen-dann-ist-handeln-moeglich

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