Droht, die türkischen Landesgrenzen für Flüchtlinge zu öffnen: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan.Foto: Alessandro Di Meo/Archiv/dpa

Türkei droht nach EU-Votum: „Dann werden Flüchtlinge Europa überfluten und übernehmen“

Epoch Times25. November 2016 Aktualisiert: 25. November 2016 11:27
Nach dem Votum des EU-Parlaments für ein Einfrieren der Beitrittsgespräche mit der Türkei hat Präsident Recep Tayyip Erdogan mit der Öffnung der Grenzen für Flüchtlinge Richtung Europa gedroht.

Nach der Empfehlung des EU-Parlaments zu einem Einfrieren der Beitrittsgespräche hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan gedroht, die Landesgrenzen für Flüchtlinge zu öffnen.

„Wenn Sie noch weiter gehen, werden die Grenzen geöffnet, merken Sie sich das“, sagte Erdogan am Freitag in einer Rede in Istanbul an die Adresse der EU.

Zuvor hatte der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim indirekt mit der Aufkündigung des Flüchtlingspakts gedroht. „Wir sind einer der Faktoren, die Europa beschützen. Wenn Flüchtlinge durchkommen, werden sie Europa überfluten und übernehmen. Die Türkei verhindert dies“, sagte Yildirim am Donnerstag im Fernsehen, wie „n24“ berichtet.

Am Vortag hatte das Europaparlament empfohlen, die EU-Beitrittsgespräche mit der Türkei einzufrieren. Allerdings ist die Resolution für die EU-Kommission und EU-Mitgliedsländer nicht bindend. Die Türkei reagierte jedenfalls empört und tat die Resolution als irrelevant ab. Diese Entscheidung habe überhaupt keine Bedeutung für sie, so Yildirim in Ankara. Ohnehin seien die Beziehungen mit der Europäischen Union nicht so eng. Sie sei eher eine Beziehung, die mit Mühe und Not und widerwillig laufe, so Yildirim laut „n24“.

Ein im März geschlossener Flüchtlingspakt zwischen der Türkei und der EU sieht unter anderem vor, dass die EU alle Migranten, die illegal über die Türkei auf die griechischen Inseln kommen, zurückschicken kann. Im Gegenzug hat die EU unter anderem zugesagt, nach Erfüllung von 72 Voraussetzungen die Visumpflicht für türkische Staatsbürger aufzuheben. (dpa/afp)

 



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