Erneut zehntausende Franzosen gegen Rentenreform auf der Straße

Vor neuen Protesten gegen die geplante Rentenreform haben Streiks in Frankreich den sechsten Tag in Folge für starke Einschränkungen im Zug- und Flugverkehr gesorgt. Am Dienstag fahren lediglich 20 Prozent der TGV-Schnellzüge. Air France strich ein Viertel der Inlandsflüge.
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Protest in Frankreich.Foto: FRANCOIS LO PRESTI/AFP via Getty Images
Epoch Times10. Dezember 2019

Im Streit um die Rentenreform in Frankreich haben die Gewerkschaften den Druck auf die Regierung erhöht: Einen Tag vor der Vorstellung der Pläne durch die Regierung am Mittwoch gingen landesweit zehntausende Menschen gegen befürchtete Einschnitte auf die Straße. Der sechste Streik-Tag in Folge sorgte zugleich für starke Einschränkungen im Zug- und Flugverkehr.

„Gegen Sozialabbau“, skandierten Demonstranten und riefen die Regierung auf, ihre Rentenpläne zurückzuziehen. In der Hafenstadt Marseille gingen nach Behördenangaben rund 12.000 Menschen auf die Straße, 7000 wurden in Rennes im Norden des Landes gezählt. Weitere Kundgebungen gab es unter anderem in Limoges, Avignon und Dijon.

„In Paris sind es diesmal weniger Leute“, räumte der Vorsitzende der Gewerkschaft CGT, Philippe Martinez, bei der zentralen Kundgebung ein. In der Hauptstadt hatten zum Auftakt der Protestwelle am vergangenen Donnerstag mindestens 65.000 Menschen demonstriert, die Gewerkschaften zählten sogar 250.000 Teilnehmer. Landesweit waren es mehr als 800.000, laut CGT sogar 1,5 Millionen.

Reisende und Pendler mussten erneut viel Geduld mitbringen. Laut der staatlichen Bahngesellschaft SNCF verkehrten lediglich 20 Prozent der TGV-Schnellzüge. Die Fluggesellschaft Air France strich ein Viertel ihrer Inlandsflüge und etwa jeden zehnten Mittelstreckenflug.

In Paris blieben neun Metro-Linien geschlossen, auch die meisten Busse und Straßenbahnen verkehrten nicht. Viele Pendler waren wegen der Ausstände bereits zu Wochenbeginn auf Autos und Motorräder umgestiegen und sorgten damit für riesige Staus im Großraum Paris.

Der Streik bei der Pariser Nahverkehrsgesellschaft RATP soll noch bis Mittwoch weitergehen, womöglich gar bis Freitag. „Die Woche ist tot“, sagte Gewerkschaftsvertreter Thierry Babec.

Auch viele Lehrer an Grund- und weiterführenden Schulen legten erneut die Arbeit nieder. An den Streiks und Kundgebungen beteiligten sich daneben auch Feuerwehrleute und Mitarbeiter des Energiekonzerns EDF. Auch sieben von acht Raffinerien waren erneut blockiert. Eine Treibstoffkrise droht nach Angaben der Regierung jedoch vorerst nicht.

Premierminister Edouard Philippe will die Rentenreform am Mittwoch im Detail vorstellen. Präsident Emmanuel Macron berief dazu für Dienstagabend eine Sondersitzung mit Kabinettsmitgliedern im Elysée-Palast ein. Macron will die mehr als 40 Rentensysteme vereinheitlichen, Vorrechte für viele Berufsgruppen abschaffen und das Defizit der Rentenkassen abbauen.

Die Gewerkschaften haben bereits eine Fortsetzung der Proteste angekündigt, sollte die Regierung nicht einlenken. (afp)

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