EU-Abgeordneter: Europas Abschottung vor Russland ist „ernsthafter geopolitischer Fehler“

Epoch Times9. Januar 2017 Aktualisiert: 9. Januar 2017 11:38
Die Abschottung vor Russland sei ein "schwerer geopolitischer Fehler" der EU, meint der ehemalige Außenminister Belgiens. Russland sollte für Europa viel mehr ein "privilegierter Partner" sein. Die Föderation gehöre schließlich auch zu Europa.

Die EU-Sanktionen gegen Russland lassen die europäische Wirtschaft leiden. Europa isoliert sich von Russland, was laut Louis Michel, Abgeordneter des Europäischen Parlaments und Ex-Außenminister Belgiens, ein schwere geopolitischer Fehler ist.

„Ich bin der Meinung, dass die internationale Gemeinschaft – die USA, aber vielleicht auch weniger die USA als die Europäer – dass wir einen ernsthaften Fehler machen, einen geopolitischen Fehler, indem wir uns von Russland isolieren“, sagte der belgische Politiker im nationalen TV, berichtet „Sputniknews“.

Russland sollte für Europa ein „privilegierter Partner“ sein. Die Russische Föderation gehöre zu Europa und deshalb sei es wichtig „besondere enge Partnerbeziehungen mit Russland zu haben“, so Michel.

Dass der scheidende US-Präsident Barack Obama, 35 russische Diplomaten aus den USA ausweisen ließ, sei „die letzte Geste des Präsidenten“ und habe nur dessen „Laune“ gezeigt, meint der Politiker.

Die USA wirft Russland vor, mittels Hackerangriffe die US-Wahl zugunsten Donald Trumps beeinflusst zu haben. Deshalb verhängte US-Präsident Obama vor seinem Amtsende noch rasch weitere Sanktionen gegen die Russische Föderation.

Russland soll – unter Anordnung des russischen Präsidenten Wladimir Putin – Cyberangriffe auf Computer der Demokratischen Partei ausgeführt haben. Dies habe schließlich die Wahlniederlage von Hillary Clinton zur Folge gehabt. Russland bestreitet eine Einmischung in den US-Wahlkampf.

Der designierte US-Präsident Donald Trump hat die Hacker-Vorwürfe gegen Russland als „lächerlich“ bezeichnet. (so)

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