EU-Diktat: Keine Selbstbestimmung der EU-Länder bei Gen-Futter Import

Epoch Times29. Oktober 2015 Aktualisiert: 29. Oktober 2015 16:23
Das EU-Parlament stimmt gegen die Freiheit der EU-Mitgliedsländer, selbst über den Import von genmanipulierten Futtermitteln zu entscheiden. Das Import-Futter ist 90 bis 100 Prozent genverändert.

Die Mehrheit der Abgeordneten im EU-Parlament haben sich gegen die Entscheidungsfreiheit der Mitgliedsländer beim Import von genmanipulierten Futtermitteln ausgesprochen. 

Die EU-Kommission machte den Vorschlag, dass die EU-Länder selbst darüber entscheiden sollen, ob sie den Verkauf und die Verwendung von genetisch verändertem Soja und anderen Futtermitteln verbieten, auch wenn diese in der EU bereits genehmigt sind, berichten die Deutschen Wirtschafts Nachrichten. Das EU-Parlament lehnte dies am Mittwoch ab, obwohl sich der Großteil der Bevölkerung gegen genmanipulierte Lebensmittel ausspricht. 

Gen-Futtermittel: Kein Muss!

Gentechnisch verändertes Futtermittel könnte durch solches ohne Gen-Pflanzen ersetzt werden, und ist kein Muss bei der Tierfütterung in Deutschland, schreibt die Umweltschutzorganisation Greenpeace auf ihrer Webseite.  

Die Mehrheit der Verbraucher spricht sich gegen Genprodukte aus, deshalb sei die Fütterung mit Gen-Futtermitteln auch zu unterbinden. 

"Über 80 Prozent der weltweiten Sojaernte wird zu Futtermitteln verarbeitet. Von dieser Soja sind 70 Prozent gentechnisch manipuliert. Soja ist mit einem Anteil von 53 Prozent an allen gentechnisch veränderten Pflanzen die mit Abstand bedeutendste Gen-Pflanze überhaupt. Aber auch Mais und Raps werden zu Gen-Futter weiterverarbeitet. Deshalb ist die Nachfrage nach Tierfutter ohne Gen-Pflanzen entscheidend für die zukünftige Entwicklung des weltweiten Anbaus gentechnisch veränderter Pflanzen", so Greenpeace.

In Deutschland möchte die Mehrheit der Verbraucher wissen, ob bei tierischen Produkten wie Milch, Eier und Fleisch gentechnisch veränderte Pflanzen verfüttert wurden, betont die Umweltorganisation und kritisiert, dass dies auf der Verpackung aber nicht zu erkennen sei. Es gibt eine Kennzeichnungslücke, die es Verbrauchern unmöglich macht, sich frei zu entscheiden.

Nach Angaben der EU-Kommission werden in der Europäischen Union 36 Millionen Tonnen Sojabohnen für die Fütterung landwirtschaftlicher Nutztiere pro Jahr benötigt, so "DWN". 1,4 Millionen Tonnen werden in der EU erzeugt. Diese sind nicht genverändert. Der restliche Soja wird importiert und kommt aus den USA, Brasilien, Argentinien und Paraguay. In diesen Ländern ist der Sojaanbau 90 bis 100 Prozent genmanipuliert.

Mehr Informationen zur Gentechnikfreien Fütterung finden Sie hier: http://www.gentechnikfreie-fuetterung.de/ (so)  

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