Präsidentschaftskandidat Norbert HoferFoto: ROBERT JAEGER/AFP/Getty Images

Europas Rechte gratulieren zum FPÖ-Sieg: „Eine rigorose Politik im Umgang mit der Flüchtlingsproblematik bedeutet nicht, Extremisten zu sein“

Epoch Times25. April 2016 Aktualisiert: 7. Juli 2016 21:54
Bundeskanzler Faymann (SPÖ) empfand den Sieg Hofers als klare Warnung an die Regierung doch aus Europa kamen viele Glückwünsche. Am 22. Mai geht es dann für Norbert Hofer (FPÖ) ins Finale der Bundespräsidentenwahlen gegen Alexander Van der Bellen (Grüne). Aber jetzt kann die FPÖ mit ihrem Kandidaten erst einmal ihren historischen Sieg feiern.

Hofers Parteifreund und FPÖ-Chef Hein-Christian Strache fand deutliche Worte: "Das Wahlergebnis zeigt deutlich die Unzufriedenheit der Bevölkerung mit der Regierung. Norbert Hofer hat die Stimmen bekommen, weil er ein Schutzherr für die Österreicher sein soll."

Frankreichs Front-National-Chefin Marine Le Pen sandte: "Aufrichtige Glückwünsche an die Freunde der FPÖ zu diesem großartigen Erfolg. Bravo, österreichisches Volk!" Der Niederländer Geert Wilders, Chef der rechtspopulistischen Partei für die Freiheit jubelte euphorisch: "Fantastisch!"

Auch die italienische Oppositionspartei Lega Nord begrüßte das "großartige Resultat, das sich in Österreich für unsere historische Verbündete – die FPÖ – abzeichnet", schreibt die "Krone". Lega-Nord-Chef Matteo Salvini sprach gar von "immenser Freude".

Kritik an Political Correctness

Kritisch äußerte sich der italienische Politiker allerdings über den diffamierenden Umgang mit der FPÖ in Österreich: "Was mich verblüfft und verärgert, ist die Oberflächlichkeit, mit der die FPÖ als ausländerfeindliche und rassistische Rechte bezeichnet wird. Wer Freiheit, geregelte Einwanderung und ein anderes Europa fordert, wird sofort angeprangert. Die Political Correctness tötet die Wahrheit und Wirklichkeit", zitiert die Kronenzeitung den Italiener.

Selbst Berlusconis Forza Italia kommentierte das Wahlergebnis ähnlich, obwohl der ehemalige italienische Premierminister vor wenigen Tagen noch gegen eine Brenner-Schließung intervenierte.

Senator Maurizio Gasparri gestand Österreich ohne Wenn und Aber die Sicherung seiner Grenzen zu und schalt gleichzeitig Premier Matteo Renzi für die Einschleusung illegaler Migranten: "Eine rigorose Politik im Umgang mit der Flüchtlingsproblematik bedeutet nicht, Extremisten zu sein. Eine gemäßigte Politik muss auch die Verteidigung der Grenzen vorsehen. Die Österreicher haben recht, ihre Grenzen zu kontrollieren. Das, was in Österreich geschieht, ist von der Regierung von Premier Matteo Renzi begünstigt worden, die illegale Migranten nach Italien schleust", so der Senator. 

Klare Warnung an Regierung

Die Briefwahlstimmen werden am heutigen Montag ausgezählt, ändern der Prognose nach aber kaum noch etwas. Chancenlos waren die Vertreter der Regierungsparteien SPÖ und ÖVP, was es in Österreichs Geschichte noch nie gegeben hatte. Selbst die unabhängige Kandidatin, die ehemalige Vorsitzende des Obersten Gerichts, Irmgard Griss, rauschte nur knapp an der Stichwahl vorbei. Bundeskanzler Faymann fand nach der Wahl ernste Worte. Er sagte, dass das Ergebnis eine klare Warnung an die Regierung sei. (sm)

24. April 2016 (vorläufig, ohne Briefwahlstimmen):

Ing. Norbert Hofer (FPÖ, 36.4 %)
Dr. Alexander Van der Bellen (Grüne, 20.4 %)
[Kandidaten für die Stichwahl am 22. Mai]

Dr. Irmgard Griss (Unabhängig, 18.5 %)
Rudolf Hundstorfer (SPÖ, 11.2 %)
Dr. Andreas Khol (ÖVP, 11.2 %)
Ing. Richard Lugner (Unabhängig, 2.3 %)

[Quelle: Innenministerium]



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