EZB-Politik Schuld an Kapitalflucht aus Eurozone

Aktuell findet in der Eurozone eine massive Kapitalflucht statt. Schon im letzten Quartal 2014 lag der Kapitalabfluss bei 124,4 Milliarden Euro, berichtet die Webseite Sputniknews unter Berufung auf den "Wall Street Journal". 

Demnach fließt das Geld überwiegend in die USA sowie in europäische Länder die nicht zur Eurozone gehören, wie Dänemark und die Schweiz.

Schuld an diesem Negativtrend sei, so Experten, die Politik der Europäischen Zentralbank, berichtet die russische Zeitung Kommersant.

Für die zunehmende Kapitalflucht gibt es mehrere Gründe: Zum einen die Senkung der Zinssätze auf ein Rekordtief und zum anderen das von der EZB angekündigte Programm der qualitativen Lockerung.

Dies veranlasst viele europäische Investoren zu einer neuen Strategie, nämlich in die USA abzuziehen. Auch die Zentralbanken Chinas und die reichen Nahoststaaten folgen diesem Beispiel.

Mit dem Euro gehts bergab

Der Euro verlor in weniger als einem Jahr rund 22 Prozent gegenüber dem US-Dollar. Im vergangenen Monat sankt der Euro auf 1,05 US-Dollar.

Zeitgleich sind die europäischen Wertpapiere und Anleihen trotz des Euro-Rückganges deutlich gestiegen. Das hängt vor allem mit der Politik der qualitativen Lockerung der EZB zusammen, die die Investoren dazu bewegen sollte, in riskantere Aktiva anzulegen, schreibt "Sputniknews".

Weiters heißt es, dass die Europäische Zentralbank aktiver Anleihen ankaufen will um den Markt selbst beim Rückzug einiger Akteure aus der Eurozone zu versorgen.

Unterdessen wird sich der Negativtrend der Euroabwertung weiter fortsetzen. Denn, so der JP Morgan Asset Management Roger Hallam, wird der Euro auch in diesem Jahr weiter an Wert verlieren. (so) 

Quelle: https://www.epochtimes.de/politik/europa/ezb-politik-schuld-an-kapitalflucht-aus-eurozone-a1268916.html