Flüchtlinge sollen Unterbringung selbst bezahlen: Dänemark will Asylsuchenden Wertsachen abnehmen

Epoch Times19. Dezember 2015 Aktualisiert: 19. Dezember 2015 13:28
Ein neues Gesetz in Dänemark soll es in Zukunft ermöglichen, die Sachen von Flüchtlingen zu durchsuchen und zu beschlagnahmen. Die Einwanderer sollten selbst für ihre Unterbringung aufkommen. Die dänische Regierung wird für dieses Vorhaben heftig kritisiert.

Die dänische Regierung will nun den neuankommenden Flüchtlingen Bargeld und Wertsachen abnehmen. Der Grund: Die Asylsuchenden sollen für ihren Aufenthalt im Land selbst aufkommen. Dieses Vorhaben wir von vielen Seiten scharf kritisiert.

Von Seiten ausländischer Medien und auch aus der dänischen Regierung kommt die Kritik. "Ich sehe, dass einige ausländische Medien es missbilligen, dass wir in Zukunft die Wertsachen von Asylbewerbern beschlagnahmen und fordern könnten, dass sie selbst für ihren Aufenthalt in Asylzentren bezahlen", schrieb die dänische Integrationsministerin Inger Stojberg, der rechtskonservativen Venstre-Partei von Regierungschef Lars Lökke Rasmussen, auf Facebook, berichtet "Focus-Online". 

Ein neues Gesetz sieht es vor, dass die Behörden die Sachen von Flüchtlingen durchsuchen und die Wertgegenstände beschlagnahmen können. Die Einwanderer sollen ihren Aufenthalt im Land selbst finanzieren.

Die Ministerin meint es gebe keinen Grund für die Kritik: Denn auch die dänische Bevölkerung müsse Besitztümer im Wert von mehr als 1340 Euro verkaufen, bevor sie etwa Arbeitslosenhilfe in Anspruch nehmen könnten. Stojberg fügte hinzu, dass man sich in Dänemark selbst bemühen müsse, wenn man könne, so "Focus". (so)

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