„Fort Trump“: Polen und die USA offenbar einig über Erhöhung der US-Truppenpräsenz

Epoch Times12. Juni 2019 Aktualisiert: 12. Juni 2019 13:04

Vor einem Treffen von Polens Präsident Andrzej Duda und US-Präsident Donald Trump haben Warschau und Washington eine Vereinbarung über eine Erhöhung der US-Militärpräsenz in Polen in Aussicht gestellt.

Ein US-Regierungsvertreter sagte, bei dem Treffen am Mittwoch werde es eine „wichtige Ankündigung“ zur US-Truppenpräsenz in Polen geben. Einzelheiten nannte er aber nicht.

Nach Angaben von Dudas Berater Krzysztof Szczerski soll die US-Truppenpräsenz „sowohl qualitativ als auch quantitativ“ erhöht werden.

Polen hofft schon seit längerem auf eine ständige US-Militärbasis in dem Land. Bei einem Washington-Besuch von Duda im September hatte Trump gesagt, diese Bitte werde von seiner Regierung „sehr ernsthaft“ geprüft.

Eine ständige US-Militärpräsenz in Polen könnte die Spannungen zwischen der Nato und Russland weiter erhöhen. Die Allianz hatte auf den Ukraine-Konflikt und die Annexion der Krim durch Russland bereits 2017 mit der Stationierung von insgesamt rund 4000 Soldaten in Polen und den drei baltischen Staaten reagiert.

Das Nato-Bataillon in Polen wird von den USA geführt. Allerdings sind die US-Soldaten nicht fest dort stationiert, sondern werden regelmäßig ausgetauscht.

Duda hat USA angeboten, finanziell zu unterstützen

Polen hofft nun auf einen ständigen US-Militärstützpunkt, der nach den Worten von Duda „Fort Trump“ genannt werden könnte.

Szczerski hatte am Montag in Warschau eine zweiteilige Vereinbarung mit den USA angekündigt. Der erste Teil wird demnach eine allgemeine politische Erklärung sein.

Der zweite, detailliertere Teil werde dann einige „Punkte“ enthalten, die Duda schon bei seinem Besuch im September angesprochen habe, „wie zum Beispiel ‚Fort Trump'“, sagte der Präsidentenberater.

Im September hatte Duda nach Angaben von Trump angeboten, die US-Militärbasis mit zwei Milliarden Dollar (fast 1,8 Milliarden Euro) zu unterstützen. Das US-Verteidigungsministerium hatte sich danach aber skeptisch über die Pläne geäußert.

Nach Angaben des polnischen Verteidigungsministers Mariusz Blaszczak soll nach monatelangen Verhandlungen am Mittwoch nun aber eine Vereinbarung unterzeichnet werden.

Bei dem Treffen im Weißen Haus dürfte auch die von Washington und Warschau heftig kritisierte Pipeline Nord Stream 2 zur Sprache kommen, die russisches Gas durch die Ostsee nach Deutschland transportieren soll. Bereits bei seinem Besuch im September hatte Duda zusammen mit Trump Front gegen die Pipeline gemacht. (afp)

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