FPÖ-Anfrage enthüllt: 92.000 Migranten zu viel – Österreichs Obergrenze in 2016 längst gesprengt

Epoch Times2. September 2016 Aktualisiert: 2. September 2016 10:26
Bereits 129.882 illegale Flüchtlinge und Migranten sind zwischen Januar und Juni 2016 in Österreich aufgegriffen worden. Damit ist die Obergrenze von 37.500 bereits gesprengt worden. Dies ergab eine Anfrage der FPÖ an ÖVP-Innenminister Wolfgang Sobotka.

Eine brisante Statistik enthüllt erstmals die Anzahl der Aufgriffe illegaler Zuwanderer in Österreich zwischen Januar und Juni 2016. Demnach seien 129.882 nicht registrierte Personen in Österreich erwischt worden, berichtet die Zeitung Heute.

Die FPÖ-Abgeordnete Dagmar Belakowitsch-Jenewein habe die Statistik auf eine entsprechende Anfrage an ÖVP-Innenminister Wolfgang Sobotka erhalten. Bei der FPÖ stelle man sich nun die Frage, ob damit die Asylobergrenze von 37.500 nicht bereits gesprengt worden sei?

Im Zeitraum zwischen Januar und Februar seien demnach die meisten Aufgriffe (69.382 und 39.375) erfolgt. Danach seien bis Juni die durchschnittliche Anzahl der monatlichen Aufgriffe auf etwa 5.000 gesunken.

Bei den Aufgriffen pro Bundesland zwischen Januar und Juni führe Kärnten mit 74.418 die Statistik an. Es folgten die Bundesländer Steiermark (26.858), Tirol (6.849), Niederösterreich (5.955), Wien (4.442), Burgenland (4.189), Oberösterreich (3.197), Salzburg (3.502) und Vorarlberg (472).

Fehlende Daten

Die Statistik erfasse nicht, an welchen Grenzübergängen die Aufgriffe erfolgten, so die Zeitung. Ebenfalls werde nicht erfasst, wie viele der Personen einen Asylantrag gestellt hätten und zum Asylverfahren zugelassen worden seien. Diese Tatsache „ist absurd“, beklagt Berlakovich-Jenewein. Die Obergrenze von 37.500 Flüchtlingen beinhalte nämlich nur jene Personen, auf die beides zutrifft. Die Obergrenze könne damit also schon längst gesprengt sein, so Spekulationen in der FPÖ.

Bekannten Zahlen nach gebe es bis 30. Juni 2016 14.037 Antragsteller mit genehmigtem Asylverfahren. Weitere 8.098 Anträge seien bereits 2015 gestellt und im ersten Halbjahr 2016 zum Verfahren zugelassen worden, berichtet die „Heute“ weiter. Bei 11.654 Asylwerbern sei das Verfahren abgelehnt worden. Diese bezögen allerdings Grundversorgung, wenn ihre Abschiebung „aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen“ nicht möglich wäre. Auch hier gebe es keine genauen Zahlen. Auch fehlten Daten, wie viele nicht zum Asylverfahren zugelassene Personen Österreich wieder verlassen hätten.

Anträge auf Familienzusammenführung

Als letzten Punkt weise die Statistik die Zahl der Anträge auf Familienzusammenführung aus. So seien im Jahr 2015 6.680 entsprechende Anträge gestellt worden. Vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2016 seien es 3.667 Anträge auf Familienzusammenführung gewesen. Bezüglich der Gesamt-Aufgriffe von 129.882 von Januar bis einschließlich Juni 2016 ginge die Zahl aber im Vergleich zum Vorjahr zurück: Laut Innenministerium seien 2015 insgesamt 680.000 Aufgriffe gezählt worden. (dk)

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