Gegenpol zu Angela Merkel: FPÖ-Chef Strache fordert Österreichs Beitritt zur Visegrad-Gruppe

Von 17. September 2016 Aktualisiert: 17. September 2016 12:46
Die FPÖ will, dass Österreich der Visegrad-Gruppe beitritt. Die Gruppe wäre ein Gegenpol zu Angela Merkel. Den "bislang werden in der EU zwischen Deutschland und Frankreich irgendwelche Abmachungen getroffen, die alle anderen dann schlucken müssen," so der FPÖ-Chef.

FPÖ-Chef Heinz Christian Strache will einen Beitritt Österreichs zur Visegrad-Gruppe. Während der Flüchtlingskrise sind die Visegrad-Staaten (Polen, Ungarn, Tschechien, Slowakei) zur Opposition der Asylpolitik von Brüssel und Bundeskanzlerin Angela Merkel geworden.

In Österreich stellt sich vor allem die FPÖ gegen die unkontrollierte Massenzuwanderung und fordert Grenzschutz.

„Visegrad-Gruppe bringt Chance einer Reform der EU“

„Ich sehe mit einer gestärkten Visegrad-Gruppe die Chance einer Reform der EU“, sagte HC-Strache der „Tiroler Tageszeitung“.

Deshalb spricht sich der Chef der Freiheitlichen nun dafür aus, dass Österreich einen „Aufnahmeantrag“ bei der Gruppe stellen soll. Der tschechische Präsident Milos Zeman sagte bereits, dass Österreich ein willkommener Partner in der Staatengruppe sein könnte.

„Schon von der Geschichte her wäre es für Österreich vernünftig, Mitglied der Visegrad-Gruppe zu werden. Gerade in der Visegrad-Gruppe bildet sich ein Gegenpol zu Angela Merkel. Bislang werden in der EU zwischen Deutschland und Frankreich irgendwelche Abmachungen getroffen, die alle anderen dann schlucken müssen,“ so der FPÖ-Chef.

Die osteuropäischen Staaten sprechen sich geschlossen gegen die unkontrollierte Einwanderung und gegen die Zwangsverteilung von Flüchtlingen innerhalb der EU aus. Sie fordern einen Schutz der Außengrenze und Hilfen für die Menschen in den Konfliktländern vor Ort.

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