Geheimpapiere enthüllen: IS plante europaweite Anschläge – nicht nur in Paris

Epoch Times7. September 2016 Aktualisiert: 7. September 2016 16:17
Dem US-Sender CNN wurden nach eigenen Angaben Geheimdokumente aus europäischen Ermittlungskreisen zugespielt. Die Dokumente würden wichtige Informationen über die Attentäter aus Paris liefern und über das eigentliche Vorhaben der Islamisten, nämlich in mehreren Teilen Europas Anschläge zu verüben.

Am 13. November 2015 sind bei mehreren Anschlägen in Frankreich 130 Menschen gestorben und 350 verletzt worden. Zu den Attentaten – die auch in der Konzerthalle Bataclan und dem Stade de France statt fanden – bekannte sich die Islamisten-Miliz Islamischer Staat.

Für Frankreich waren dies „bisher nie dagewesene Terrorangriffe“, wie der französische Staatschef Hollande damals betonte. Aber nach Angaben des US-amerikanischen Nachrichtensendern CNN sollten die Angriffe der Dschihadisten-Miliz in Europa eigentlich weitaus schlimmer ausfallen.

Denn nicht alle Terroristen hätten es nach Europa und Paris geschafft, um die geplanten Attacken auszuführen. Das geht aus 90.000 Seiten Geheimdokumenten hervor, das CNN nach eigenen Angaben aus europäischen Ermittlungskreisen zugespielt wurde.

Nicht alle Terroristen schafften es nach Europa

Demnach handelt das Papier auch von vier IS-Kämpfern, die vergangenes Jahr als Flüchtlinge getarnt von Syrien aus über die Türkei und Griechenland nach Österreich kamen. Zwei der Männer seien die Selbstmordattentäter Ahmad al-Mohammad und Mohamad al-Mahmod gewesen, die sich vor dem Stade de France in die Luft sprengten.

Die beiden anderen Männer, Adel Haddadi und Muhammad Usman, hätten in Frankreich weitere Anschläge ausführen sollen, so CNN. Jedoch wurden sie von den griechischen Behörden wegen ihrer gefälschten Pässe für wenige Wochen inhaftiert.

Dem Sender zufolge sind sich die Ermittler sicher, dass damit zusätzliche Anschläge verhindert werden konnten. Frankreich war demnach nicht das einzige Anschlagsziel des IS zum Zeitpunkt der Pariser Attentate. Auch die Niederlande sollten angegriffen werden.

CNN berichtet weiter, dass die europäischen Ermittler derzeit rund 1600 Seiten Datenmaterial analysieren, die auf dem Handy eines inhaftierten IS-Anhängers gespeichert waren.

Auch Haddadi und Usman hätten den ermittelnden Behörden einen Einblick in die Organisationsstruktur und Arbeitsweise von IS-Terrorzellen in Europa geliefert. Laut CNN werden die Attentäter beispielsweise nicht von Anfang an in den gesamten Terrorplan eingeweiht. (so)

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN