Griechenland-Brände: Tsipras entlässt nationale Feuerwehr- und Polizeichefs – Zeitungen berichten über „Energiewaffen“-Einsatz

Von 6. August 2018 Aktualisiert: 7. August 2018 11:35
Nach den Waldbränden in Griechenland mit 90 Toten hat die Regierung die Chefs von Feuerwehr und Polizei entlassen. Unterdessen verbreiten griechische Zeitungen einige Theorien...

Nach den verheerenden Waldbränden in Griechenland mit 90 Toten hat die unter Druck stehende Regierung die Chefs von Feuerwehr und Polizei entlassen.

Die jeweiligen Vizechefs würden vorübergehend die Aufgaben übernehmen, teilte das Büro von Regierungschef Alexis Tsipras nach einer Kabinettssitzung am Sonntag mit. Zwei Tage zuvor war bereits der Vize-Minister für Katastrophenschutz, Nikos Toskas,  zurückgetreten.

Am 23. Juli waren in der Umgebung der Hauptstadt Athen Waldbrände ausgebrochen, die sich rasend schnell ausbreiteten und unter anderem den Badeort Mati erreichten.

Die Opposition wirft der Regierung Versagen bei der Warnung der Bevölkerung und der Evakuierung der betroffenen Gebiete vor.

Die für die öffentliche Sicherheit zuständigen Behörden waren auch deshalb in die Kritik geraten, weil tagelange Verwirrung um die exakte Zahl der Toten herrschte.

Sie war zwischenzeitlich mit mehr als 90 angegeben worden, wurde später wieder auf 88 gesenkt.

Am Wochenende erlagen zwei weitere Menschen ihren schweren Verletzungen; mehrere Dutzend befinden sich noch im Krankenhaus, davon sieben in Lebensgefahr.

Verschiedene Theorien über Brandursache

Die griechische Regierung räumte bereits ein, dass die Brände gelegt worden seien. Die griechischen Zeitungen haben ihre eigenen Theorien über mögliche Auslöser der tödlichen Brände.

Unter anderem wird behauptet, dass die Türkei hinter den Feuern stecken könnte, berichtet die türkische Zeitung „Hurriyet Daily News“.

Die Athener Tageszeitung „Eleftheri Ora“ schreibt demnach, dass „der griechischen Regierung nahestehende Kreis, Gerüchte verbreiten, wonach türkische Spione russische Technologie nutzten, um ein Feuer in der Region Mati zu entfachen – wo acht ehemalige türkische Soldaten, die von Ankara als Putschisten beschuldigt werden, festgehalten wurden“.

Diplomatische Krise zwischen Griechenland und der Türkei

Die besagten türkischen Soldaten waren Stunden nach dem gescheiterten Putsch am 15. Juli 2016 in der Türkei mit einem Militärhubschrauber nach Griechenland geflohen. Im Januar entschied der Oberste Gerichtshof Griechenlands die ehemaligen Soldaten nicht an die Türkei auszuliefern, was eine diplomatische Krise zwischen Athen und Ankara auslöste.

Die griechische Zeitung „Vradini“ berichtete am 29. Juli, dass die mutmaßlichen Putschisten vom Militärstützpunkt Agios Andreas in der Nähe des Urlaubsortes Mati an einen anderen Standpunkt überstellt worden seien. Demnach verweigern die griechischen Behörden eine Auskunft über den aktuellen Aufenthaltsort der ehemaligen türkischen Soldaten.

Die Zeitung fügte hinzu, dass es auch ein von Amerikanern organisierter „False-Flag“-Angriff gewesen sein könnte, um die Türkei zu beschuldigen – weil die türkische Regierung „zu enge Kontakte zu Russland hat“.

Ausländische Mächte der „Destabilisierung“ Griechenlands beschuldigt

Die „Hurriyet Daily News“ zitierte einige weitere griechische Zeitungen, die ebenfalls „fremde Mächte“ für die Brände verantwortlich machen.

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Demnach behauptet die „Daily Kontra News“, das Feuer sei das Ergebnis eines „organisierten Plans zur Destabilisierung Griechenlands“.

Während die New-Seite „Attikanea“ die NASA für die Feuer verantwortlich macht – es sei mit einem „Laserstrahl-Satelliten“ entfacht worden, heißt es. „Megas Filippos“, eine andere Website, berichtete, dass „Amerikaner Energiewaffen vom Typ DEW in Griechenland verwendeten“.

In anderen Zeitungen heißt es, dass „die Familie Rothschild, die Griechenland verbrennen wollte“.

Diese Theorien werden durch den Umstand befeuert, dass die Brände in Griechenland an mehreren Stellen gleichzeitig ausgebrochen sind und zum Zeitpunkt der Brände amerikanische Drohnen in der Luft waren.

Auch auf YouTube finden sich zahlreiche Videos zu dem Thema.