Griechenland-Debakel: China greift nach europäischem Tafelsilber

Von 4. Oktober 2010 Aktualisiert: 4. Oktober 2010 13:45

Nach übereinstimmenden Medienberichten will Peking Griechenland zur Drehscheibe für seine Exporte in den Südosten und Osten Europas machen. Bei einem Besuch im wirtschaftlich schwer angeschlagenen Griechenland hat der chinesische Regierungschef Wen Jiabao angekündigt, sein Land werde griechischen Reedern günstige Kredite anbieten, damit sie weitere Schiffe in China bauen ließen. Griechische Reeder lassen zurzeit etwa 300 Schiffe in China bauen.

Der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou sprach nach einem zweistündigem Treffen mit Wen in Athen von einer „strategischen Kooperation“ mit China, gemeint war unter anderem der von Wen angekündigte Kauf griechischer Staatsanleihen.

Kooperationsabkommen

Elf Wirtschaftsverträge in den Bereichen Schifffahrt, Handel, Kultur und Tourismus wurden von China und Griechenland und Unternehmensvertretern beider Länder unterzeichnet.

Laut Wen wolle Peking seine Importe griechischer Produkte verdoppeln. Griechenlands Beinahe-Bankrott ist für die chinesische Exportmacht ein ideales Einfallstor für den weiteren Umbau traditionell griechisch-europäischer Handelswege zu chinesischen Handelswegen nach Süd-Europa, Klein-Asien und den Balkan.

 

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