Corona-Test.Foto: CHRISTOPHE SIMON/AFP via Getty Images

Großbritannien: Corona-Testsets selbst durch Virus verseucht – Kritik an zu geringer Zahl an Tests

Von 4. April 2020 Aktualisiert: 4. April 2020 18:24
Die Auslieferung von Utensilien zur Durchführung von Corona-Tests in Großbritannien durch ein Unternehmen aus Luxemburg verzögert sich. Die Sets seien selbst durch das Virus kontaminiert gewesen. London will bis Ende des Monats auf 25.000 Tests täglich kommen.

In Großbritannien sind Corona-Testsets aufgetaucht, die selbst mit dem SARS-CoV-2-Virus kontaminiert waren. Dies berichtet der „Evening Standard“ via Microsoft News. Das Testset soll aus der Lieferung eines Unternehmens aus Luxemburg stammen.

Die Regierung in London hatte angekündigt, die Anzahl täglicher Corona-Tests bis Ende des Monats April auf 25.000 pro Tag zu erhöhen. Zu diesem Zweck hatte man auch Unternehmen der Privatwirtschaft mit ins Boot geholt, um die Produktion der Testvorrichtungen zu intensivieren.

Testkapazitäten in Großbritannien nicht ausgeschöpft

Der „Telegraph“ berichtete jedoch Anfang der Vorwoche (30.3.), dass sich beabsichtigte Lieferungen des in Luxemburg ansässigen Unternehmens Eurofins verzögern würden. Der Grund dafür sei, dass wesentliche Teile davon selbst mit dem Coronavirus kontaminiert wären.

Das britische Testprogramm werde durch die Unwägbarkeiten jedoch nicht beeinträchtigt, zitiert das Blatt Äußerungen aus Regierungskreisen. Zuvor hatte es divergierende Angaben über den Umfang der Testprogramme gegeben, mit denen die britische Regierung der weiteren Ausbreitung des Virus entgegentreten will.

Kanzleramtsminister Michael Gove erklärte am Sonntag der Vorwoche, das Vereinigte Königreiche liege mit 10.000 Tests im selbstgesetzten Soll. Die offiziellen Daten des Nationalen Gesundheitsdienstes (NHS) hatten für den vorangegangenen Tag nur von 8.000 Tests gesprochen – obwohl die Kapazitäten des NHS auch die Durchführung von mehr als 10.000 zuließen.

Deutlich mehr Corona-Tests in anderen Ländern

Der frühere Leiter der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und heutige Universitätsprofessor Anthony Costello warf der britischen Regierung vor, bezüglich Umfang und Effizienz des eigenen Testprogramms anderen Ländern hinterherzuhinken – etwa Deutschland, wo 70.000 Tests pro Tag stattfänden, oder in Südkorea, wo man insgesamt 490.000 Tests durchgeführt und das Virus weitgehend besiegt habe.

Es gäbe in ganz Großbritannien 44 Labore im Bereich der molekularen Virologie. Jedes davon könne täglich 400 Tests durchführen, erklärt Costello. Würden diese Kapazitäten ausgeschöpft, könne man das Level erreichen, das Deutschland erreicht habe. „Ich verstehe nicht, warum wir nicht in der Lage sind, diese 44 Labore dafür zu mobilisieren, Fälle zu finden und zu testen.“

Herdenimmunisierung sollte weiter als Grundkonzept bleiben

Auf diese Weise wäre Großbritannien auch in der Lage, sein ursprüngliches Konzept der Herdenimmunität durchzuziehen: „Wir müssen zu Massentests übergehen und wenn wir dann den Lockdown aufheben, werden wir über einen Kontrollmechanismus verfügen, der es uns ermöglicht, auch ohne soziale Distanzierung des gesamten Landes auf ein Medikament oder einen Impfstoff zur Herdenimmunisierung zu warten.“

Derzeit gibt es in Großbritannien 38.168 nachgewiesene Corona-Infektionen. Aktiv sind davon 34.428 Fälle, in kritischem Zustand sind 163 Patienten. Als genesen gelten 135 Personen, verstorben sind 3.605 Infizierte.



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