Protest gegen die Verwendung des Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat.Foto: JOHN THYS/AFP/Getty Images

Grünen-Abgeordnete klagen auf Einsicht in Glyphosat-Dokumente

Epoch Times1. Juni 2017 Aktualisiert: 1. Juni 2017 14:40
Grünen-Abgeordnete werfen der Lebensmittelbehörde Efsa vor, die Glyphosathersteller zu schützen, die eine der Studien finanziert haben sollen. Sie wollen nun Einsicht in die Glyphosat-Dokumente.

Mehrere Grünen-Abgeordnete des Europäischen Parlaments haben Klage vor dem Europäischen Gerichtshof erhoben, um die Lebensmittelbehörde Efsa zur Freigabe von Studien über das umstrittene Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat zu zwingen.

Die Klage sei kein Angriff auf die Efsa, erklärte der Europaparlamentarier Martin Häusling am Donnerstag in Brüssel. Vielmehr gehe es darum, rechtliche Klarheit zu schaffen, welche Informationen offen gelegt werden müssen.

Die zur WHO gehörende Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) hatte im März 2015 erklärt, dass Glyphosat „wahrscheinlich krebserzeugend“ sei. Die Efsa dagegen stufte das Mittel im November 2015 als „ungefährlich“ ein und berief sich dabei auf Forschungsergebnisse, ohne diese offenzulegen. Sie begründete dies damit, noch nicht veröffentlichte Studien geprüft zu haben, die von der IARC nicht berücksichtigt worden seien.

Die Grünen-Abgeordneten werfen der Efsa vor, damit die Glyphosathersteller zu schützen, die eine der Studien finanziert haben sollen. Mit ihrer Klage wollen sie volle Einsicht in das Papier erreichen. Bislang seien ihnen auf Anfrage bei der Efsa nur Teile wie etwa das Inhaltsverzeichnis vorgelegt worden.

In der EU wird seit Jahren über Glyphosat gestritten. Nach einer monatelangen Hängepartie hatte die Kommission im vergangenen Juni mangels einer Mehrheit der Mitgliedstaaten für oder gegen das Mittel die Zulassung vorerst um anderthalb Jahre verlängert.

Mitte Mai kündigte die Kommission an, über eine erneute Zulassung Gespräche mit den Mitgliedstaaten aufnehmen zu wollen. Die Behörde will das Unkrautvernichtungsmittel für weitere zehn Jahre zulassen. In Deutschland wir Glyphosat auf rund 40 Prozent der Felder gespritzt. (afp)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

In letzter Zeit beobachten wir, wie Hacker immer wieder beliebige Nicks verwenden und üble Kommentare unter eben diesen Namen schreiben. Trolle schrecken nicht davor zurück, das Epoch Times Logo als Profilbild sich anzueignen und ebenfalls die Kommentarfunktion auf schlimmste Weise zu missbrauchen.

Aufgrund der großen Menge solcher Angriffe haben wir uns entschieden, einen eigenen Kommentarbereich zu programmieren, den wir gut kontrollieren können und dadurch für unsere Leser eine wirklich gute Kommentar-Umgebung schaffen können.

In Kürze werden wir diese Kommentarfunktion online stellen. Bis dahin bitten wir Sie noch um etwas Geduld.


Ihre Epoch Times - Redaktion