Hohe Anzahl an Extremisten: Bereits fünfter Dschihadistenprozess in Graz in diesem Jahr

Epoch Times2. Juni 2016 Aktualisiert: 8. Juli 2016 2:49
In Graz ist das Problem mit den Islamisten besonders markant. Viele Dschihadisten leben in dem österreichischen Bundesland. Heute beginnt bereits der fünfte Prozess gegen Anhänger syrischer Terror-Gruppen in diesem Jahr.

Im österreichischen Bundesland Steiermark leben auffällig viele radikale Islamisten. Vor allem in Graz, Hautstadt der Steiermark, wäre die Ausbreitung der radikalen Islamisten besonders markant. Von 16 Moscheen in Graz würde die Polizei acht als radikal einstufen, gab die Polizei bekannt. (Siehe: Österreichische Polizei schlägt Alarm: Islamismus nimmt gefährliche Formen an)

Dieser Negativtrend spiegelt sich auch darin wieder, dass am Donnerstag bereits der fünfte Dschihadistenprozess in diesem Jahr in Graz begonnen hat. Die Angeklagten: Zwei syrische Brüder die für Terrororganisationen gekämpft und als Flüchtlinge in die Steiermark gekommen sein sollen, berichtet der ORF

Demnach wurden die beiden mutmaßlichen Terroristen schon im Vorjahr in einem Caritas-Flüchtlingsheim in Lebring verhaftet. Seitdem säßen sie in Untersuchungshaft. Die beiden Angeklagten, 19 und 16 Jahre alt, sind demnach syrische Staatsbürger und Mitte des Vorjahres als Flüchtlinge über die Balkanroute und Ungarn nach Österreich gekommen.

Mit Hilfe von Schleppern seinen die beiden Teenager nach Europa gekommen, so der ORF unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft. Vor ihrer Verhaftung hätten sie in Österreich sogar Asyl beantragt.

Dem 19-Jährigen werde vorgeworfen, zwischen 2013 und 2015 der Terrorvereinigung Ahrar al-Sham in Syrien angehört zu haben. Al-Sham ist neben der Terror-Miliz Islamischer Staat eine der mächtigsten Terror-Gruppen in dem Bürgerkriegsland. 

Er soll eine Waffenausbildung mit Kalaschnikows und Maschinengewehren bekommen und danach auch für die Organisation gekämpft haben, heißt es. Ziel der Terror-Gruppe ist es den syrischen Führer Baschar al-Assad zu stürzen.

Der 16-Jährige habe nach eigenen Angaben für die Terror-Miliz Islamischer Staat gekämpft. Ein Jahr lang habe er als Schariapolizist beim IS gearbeitet und sogar gegen seinen eigenen Bruder gekämpft, berichte der ORF weiter. Die Anklage werfe den Jugendlichen vor, terroristische Straftaten wie Mord, Nötigung oder sexuelle Ausbeutung unterstützt zu haben. Die beiden Teenager hätten sich bislang geständig gezeigt. (so) 

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