Idomeni: „Helfer“ hetzten verzweifelte Migranten in Grenzschlachten – 14 verhaftet

Epoch Times14. April 2016 Aktualisiert: 7. Juli 2016 18:52
Infolge der "Grenzoffensive" der Migranten von Idomeni mit Hunderten von Verletzten ermittelte die griechische Polizei gegen die Anstifter. Am Dienstag wurden im Zuge der Ermittlungen 14 sogenannte "Helfer" aus sieben europäischen Ländern, verhaften, unter ihnen fünf Deutsche.

Auf Arabisch verfasste Flugblätter waren der Auslöser der Angriffe von aufgestachelten Migrantenmassen auf die griechisch-mazedonische Grenze am Wochenende. Dabei wurden die Migranten noch durch Lautsprecherdurchsagen angetrieben, wie ein Rotkreuz-Mitarbeiter bestätigte.

Die griechische Polizei nahm sofort nach dem gewaltsamen Zwischenfall ihre Ermittlungen auf. 

"Helfer", die keiner offiziell kennt

Am Dienstag wurden dann 14 Aktivisten in Griechenland verhaftet. Keiner von ihnen war ein Migrant. Die Aktivisten und sogenannten "Helfer" kamen aus Deutschland (5), Großbritannien (2), Griechenland (2), Schweden (2) und den Niederlanden, Portugal und Tschechien (je 1), wie die österreichische "Krone" meldete.

Alle Verhafteten erklärten, dass sie "freiwillige Helfer" seien, jedoch gehörte keiner von ihnen offiziell einer registrierten Hilfsorganisation an. Sie wurden zur örtlichen Polizeidienststelle gebracht. Der deutsche "Helfer" wurde direkt dem Staatsanwalt vorgeführt, da er bei der Verhaftung ein Messer bei sich hatte.

"Kleiner" Angriff am Mittwoch

Auch am Mittwoch kam es wieder zu einem Angriff von rund 100 Migranten auf die Stacheldrahtbarrieren der Grenzbefestigungen. Der Angriff wurde von den mazedonischen Grenzschützern mit Tränengas und Blendgranaten beantwortet. Die Situation geriet rasch wieder unter Kontrolle, so die "Krone".

Inzwischen verlassen immer mehr Menschen das wilde Lager in Idomeni. Am Mittwochabend siedelten etwa 500 Personen in andere Flüchtlingsquartiere in Griechenland um. Derzeit sind nach Schätzungen noch etwa 10.000 Menschen im Lager, die Bedingungen sind nach wie vor katastrophal.

"Kleinere" Angriffe auf die mazedonische Grenze am Mittwoch"Kleinere" Angriffe auf die mazedonische Grenze am MittwochFoto: DANIEL MIHAILESCU/AFP/Getty Images

Brennpunkt Idomeni in diesen Tagen

Nach den heftigen Ausschreitungen am Wochenende bei der versuchten Grenzstürmung durch Migranten kam es beim Einsatz von Tränengas und Gummigeschossen durch mazedonische Grenzpolizisten zu Hunderten von Verletzten.

Auch am Montag wurde wieder versucht, die Grenze zwischen Griechenland und Mazedonien zu durchbrechen. Diesmal wollten die Massen einen gekaperten und mit Wurf-Steinen befüllten offenen Güterwagen als Rammbock benutzten. Die Migranten "rechtfertigten" die "Beschlagnahmung" des Wagens als eine Vergeltung für die brutale Behandlung durch Grenzschützer.

Einer der Wagen-Führer sagte laut Express: "Gestern haben sie uns unterdrückt, uns mit Tränengas und Kaliber 5-Gummigeschossen beschossen". Die Polizisten verhafteten "10 unserer Freunde und verprügelten sie, es gab sogar Knochenbrüche."

Griechische Polizisten überwältigten die Wagen-Gruppe und konnte die Leute überzeugen, den offenen Güterwagen wieder in den Bahnhof zurückzubringen.

Siehe auch:

Eisenbahnwagen als Rammbock: Migranten versuchen in Idomeni neuen Grenzsturm

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