Illegale Einwanderung: „Sprachdiplom-Mafia“ verkauft Deutschzeugnisse an Migranten

Epoch Times2. April 2018 Aktualisiert: 2. April 2018 21:11
Die österreichischen Polizei enttarnte eine sogenannte "Sprachdiplom-Mafia", die für Geld gefälschte Sprachdiplome verkaufte. Diese wurden dann offenbar genutzt um eine Aufenthaltsgenehmigung in Österreich zu erhalten.

Jetzt zeigen sich die Früchte der jahrelangen Ermittlungen österreichischer Fahnder. Sie deckten eine regelrechte „Sprachdiplom-Mafia“ auf, die sich über mehrere Länder erstreckte und in die ganze Sprachinstitute involviert waren, berichtet die „Kronen-Zeitung“.

So ermittelte die Polizei eine Tätergruppe in Wien-Ottakring, die ein lizensiertes Sprachinstitut führte. Dieses Institut vergab massenweise Sprachdiplome für „Deutsch“. Diese Sprachdiplome gelten seit einigen Jahren als Voraussetzung für eine Aufenthaltsgenehmigung in Österreich.

Laut „Krone“ versorgten die Täter Tausende Ausländer mit falschen Sprachnachweisen und kassierten dafür Millionen.

„Sprachdiplom-Mafia“ weist Strukturen organisierter Kriminalität auf

Das gesprengte Netzwerk der „Sprachdiplom-Mafia“ weißt Strukturen der organisierten Kriminalität auf. Im Zuge der Ermittlungen wurden auch ein Rechtsanwalt und seine Frau festgenommen.

Teilweise konnten weiteren Tätern noch Verbrechen abseits der Diplomfälschung nachgewiesen werden.

So umfasste das Netzwerk um die 100 Personen, von den 25 als Hauptäter und 80 als Mittäter identifiziert wurden. In zehn Tätergruppen organisiert waren so ganze Sprachinstitute involviert.

Von den 25 Haupttätern besitzen zwei die österreichische Staatsbürgerschaft. Die 80 Mittäter waren hauptsächlich mit den Versand der gefälschten Diplome beauftragt.

Gefälschte Diplome kosteten zwischen 100 und 2.700 Euro

Nach Facebook-Kontakt wurden diese, teilweise aus Bosnien, mit der Post verschickt. Die Empfänger mussten für den Erhalt einer solchen Fälschung zwischen 100 und 2.700 Euro bezahlen.

Allein einer Tätergruppe konnten 600 Fälle von Diplomfälscherei nachgewiesen werden.

Die Ermittlungen zogen mittlerweile 8.000 Anzeigen wegen Fälschung von Sprachdiplomen nach sich. (er)

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