Im Mittelmeer gerettete Migranten bedrohen italienische Schiffsbesatzung – Kapitän spricht von „ernster Gefahr“

Epoch Times12. July 2018 Aktualisiert: 12. Juli 2018 14:56
Aus Seenot gerettete Migranten haben die Besatzung des Schiffes, dass sie als erstes aufgenommen hatte, bedroht. Daraufhin verweigerte Italien die Aufnahme der Migranten.

Der italienische Innenminister Matteo Salvini hat am Mittwoch einem Schiff der italienischen Küstenwache mit Flüchtlingen und Migranten an Bord das Anlegen in Italien verwehrt.

Der stellvertretende Regierungschef und Parteivorsitzende der Lega forderte Garantien, bevor die „Diciotti“ mit 67 Flüchtlingen und Migranten an Bord einlaufen dürfe. Medienberichten zufolge ist das Schiff Donnerstagmorgen in den Hafen im sizilianischen Trapani eingelaufen.

Gerettete Migranten bedrohen Besatzungsmitglieder

Zuvor hatten mehrere aus Seenot gerettete Migranten die Besatzung des Schiffes, dass sie als erstes aufgenommen hatte, bedroht. Medienberichten zufolge schlossen sich die zwölf italienischen Besatzungsmitglieder aus Angst vor den Migranten im Kommandoraum ein und verständigten die Rettungszentrale in Rom, woraufhin die italienische Küstenwache eingegriffen habe. Der Kapitän habe von einer „ernsten Gefahr“ gesprochen.

Am Sonntag hatte das Schiff von der Ölfirma Total die 67 Migranten in der libyschen Search-and-Rescue-Zone aufgenommen und wollte sie nach Italien bringen. Innenminister Matteo Salvini verbot dem Schiff die Einfahrt, da es der libyschen Küstenwache zuvorgekommen sei. Anschließend wurden die Passagiere in ein Schiff der Küstenwache umgeladen.

Laut dem Kapitän des Schiffs von Total waren ein Ghanaer und ein Sudanese die Rädelsführer der Unruhestifter. Angeblich sind 27 der 67 Migranten Pakistaner, zwölf Sudanesen und zehn Libyer. (so/afp)

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