Immer mehr Opfer melden sich: Zahlreiche Sex-Attacken auch in Österreich

Epoch Times7. Januar 2016 Aktualisiert: 7. Juli 2016 17:08
Nach und nach melden sich immer mehr Opfer von Sexübergriffen in der Silvesternacht. Nicht nur in Deutschland sondern auch in Österreich kam es zu zahlreichen Vorfällen. Die Opfer melden sich nicht sofort bei der Polizei. Erst die umfangreiche Berichterstattung über die Köln-Attacken und andere Übergriffe auf Frauen in Deutschland, motivieren die Opfer sich bei den Beamten zu melden, heißt es von Seiten der österreichischen Polizei.

Nicht nur in Deutschland gab es sexuelle Belästigungen in der Silvesternacht, sondern auch in Österreich. Jetzt gelangten die ersten Anzeigen wegen Sexdelikten in der Neujahrsnacht bei der Polizei in Salzburg ein, berichtet oe24.at.

Demnach wurde eine 22-jährige Österreicherin am Salzburger Residenzplatz von etwa 8-10 Männern bedrängt und belästigt. Ihr wurde das Mobiltelefon gestohlen. "Der Vorfall ereignete sich in der Silvesternacht am Residenzplatz. Anzeige wurde jedoch erst am 4. Jänner erstattet, deshalb gab es in der Silvesternacht keine Fahndung", erklärte Polizeisprecherin Valerie Hillebrand, der österreichischen Zeitung.

Syrer und Afghanen unter Tatverdacht

Viele Opfer melden sich anscheinend nicht sofort bei der Polizei. Die österreichischen Beamten meinen, dass die umfangreiche Medienberichterstattung die Betroffenen dazu bewegt habe die Übergriffe zu melden. 

Für die Silvesterattacken in Salzburg stehen Männer aus Afghanistan und Syrien unter Tatverdacht. 

Nach dem sich die 22-jährige am Dienstag wegen der Übergriffe in der Silvesternacht bei der Polizei gemeldet hatte, meldeten sich am Mittwoch und am Donnerstag weitere Opfer. 

Die Polizei gab bekannt, dass ein 28-jähriger afghanischer Staatsangehöriger am 1. Jänner 2016 um 1.20 Uhr eine 58-jährige Salzburgerin am Residenzplatz sexuell belästigte. Zugleich bedrängte in der Silvesternacht ein 23-jähriger Syrer eine 20-jährige Frau aus Bayern in der Innenstadt.

Darüber hinaus nahmen österreichische Polizisten einen 24-jährigen Afghanen am Mittwoch fest, der um 2.45 Uhr eine 28-jährige Salzburgerin in einem Lokal sexuell belästigt hat. Türsteher hielten den 24-Jährigen bis zum Eintreffen der Polizei fest.

"Das Landeskriminalamt prüft derzeit, ob es organisierte Übergriffe gegeben hat oder sich Zusammenhänge zwischen einzelnen Tätern oder Tätergruppen ziehen lassen", sagte Hillebrand zur Zeitung. In allen Fällen wurde Anzeige erstattet.

Weitere Übergriffe 

Auch Sabrina S. (Name von der oe24.at Redaktion geändert) und ihre Freundinnen wurden zu Opfern einer aggressiven Männergruppe in Salzburg. Der Vorfall ereignete sich am 26. Dezember. Auf dem Heimweg von einem Club-Abend wurden die jungen Frauen, nach eigenen Angaben, von 10 bis 15 ausländischen jungen Männern angegriffen. 

Im Interview sagte Sabrina S., dass ihr persönlich nichts passiert wäre, aber zwei ihrer Freundinnen gerieten in Bedrängnis. 

"Zwei meiner Freundinnen wurden von den Männern festgehalten. Sie haben noch versucht, sie in die Flucht zu schlagen, wurden dann aber überwältigt. Eine Freundin wurde von einem der Männer gepackt und in den Schwitzkasten genommen. Ihr Gesicht war in seiner Jacke. Er schmuste und leckte ihr Gesicht ab. Sie hat dann gesagt, dass sie keine Kraft hatte, sich selbst zu befreien, sie war ihm völlig ausgeliefert," so das Opfer.

Danach verschickten die Freundinnen auf Facebook eine Warnung: "An alle Mädels. Bitte passt auf, wenn ihr als Mädchengruppe oder allein in der Salzburger Altstadt unterwegs seid." Die Frauen erstatteten jedoch keine Anzeige bei der Polizei. Im Gespräch mit oe24.at gaben sie an: "Wir waren uns der Tragweite des Überfalls nicht bewusst."

Die Zeitung fragte bei der Salzburger Polizei nach: Den Beamten sind die Vorfälle in Salzburg bekannt. Warum sie verschwiegen wurden? "Das sind Sexualdelikte. Da ist der Opferschutz sehr wichtig", sagte die Polizeisprecherin dem Blatt. Eine politische Weisung, Sexangriffe durch junge Ausländer zu verschweigen, soll es laut oe24.at nicht geben. (so) 

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