In Malta festgehaltenes NGO-Schiff „Seefuchs“ trägt jetzt deutsche Flagge und will auslaufen

Epoch Times3. November 2018 Aktualisiert: 3. November 2018 9:59
Das in Malta festgehaltene NGO-Schiff "Seefuchs" trägt seit nach Angaben seiner Betreiber nun die deutsche Flagge. Die Organisation Sea-Eye forderte die Behörden des Mittelmeerstaates auf, das Schiff nun auslaufen zu lassen.

Das in Malta festgehaltene NGO-Schiff Seefuchs trägt nach Angaben seiner Betreiber nun die deutsche Flagge.

Der in Regensburg ansässige Verein Sea-Eye teilte am Freitagabend mit, nach einem viermonatigen Flaggenstreit mit den Niederlanden habe es einen positiven Bescheid der deutschen Behörden gegeben. Diese hätten sich gegenüber der Organisation aufgeschlossen, unpolitisch und sehr konstruktiv verhalten, erklärte Sea-Eye-Sprecher Gorden Isler. Er sprach von einer lösungsorientierten Zusammenarbeit.

Die Seefuchs wird seit Juni in Malta festgehalten, weil die Niederlande dem Schiff den Flaggenschutz entzogen hatten. Sea-Eye forderte die Behörden des Mittelmeerstaates auf, das Schiff nun auslaufen zu lassen. In den kommenden Tagen wird sich nun zeigen, wie Malta mit der Souveränität eines deutschen Schiffes umgeht, erklärte der Verein.

Malta hat seit dem Sommer mehrere Schiffe von Nichtregierungsorganisationen festgehalten, wegen Unklarheiten bei der Zulassung. Im September hatte der EU-Staat als Bedingung für eine Erlaubnis zum Ablegen gemacht, dass die Betreiber der Schiffe dem Transportieren von Migrantenvon der Küste Libyens nach Europaabschwören.

Die Seefuchs soll künftig allerdings nicht mehr für Rettungseinsätze im Mittelmeer eingesetzt werden, sondern nach Deutschland gebracht und verkauft werden. Für die Einsätze im Mittelmeer habe der Verein ein größeres Schiff erworben, erklärte Sea-Eye. (afp/so)

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN
Themen
Newsticker
Kommentieren
Werte Leserinnen und Leser,
Ihre Kommentare sind uns willkommen, bitte lesen Sie vorher die Netiquette HIER.
Die Kommentare durchlaufen eine stichprobenartige Moderation.
Beiträge können gelöscht oder Teilnehmer können gesperrt werden.
Bitte bleiben Sie respektvoll und sachlich.

Ihre Epoch Times-Redaktion