In Norwegen: Nato zieht Waffen in Höhlen zusammen und startet großes Manöver mit 16.000 Militärangehörigen

Epoch Times22. Februar 2016 Aktualisiert: 8. Juli 2016 0:02
Die geheimen Höhlen aus Zeiten des Kalten Krieges befinden sich nahe der norwegisch-russischen Grenze und wurden erstmals 1981 als US-Waffenlager gegen die UdSSR genutzt. Sie werden von etwa 100 norwegischen und amerikanischen Militärangehörigen gesichert.

Wie CNN meldete, sollen die robusten und modernen unterirdischen Systeme Waffenmaterial für 15.000 Marineinfanteristen beherbergen. 

Dazu sagte William Bentley, Offizier der 2. Expeditionsbrigade der US Navy gegenüber der CNN: "Jede ausgeschwärmte Mannschaft reduziert Kosten und beschleunigt die Kapazität, in Krisensituationen zu reagieren. Deshalb sind wir imstande, uns mit jeder beliebigen Krise auseinanderzusetzen", so der Militärexperte.

Wie der US-Fernsehsender weiter berichtet, wurden solche norwegischen "Höhlenausrüstungen" auch bei Operationen im Irak eingesetzt, schreibt Sputniknews. Auch für die in Norwegen stattfindenden Nato-Manöver "Cold Response 2016" würden rund 6.500 dieser unterirdisch gelagerte Waffensätze zum Einsatz kommen.

Unterirdische Militärhöhlen in Norwegen

https://youtube.com/watch?v=sXUK6XC492M

Cold Response/Kalte Antwort

Vom 19. Februar bis zum 1. März findet die Vorbereitungsphase der internationalen Militärübungen "Cold Response" (Kalte Antwort) in Norwegen statt. 15 Staaten der Nato beteiligen sich mit etwa 16.000 Militärangehörigen an dem Manöver, unter anderem die USA, Deutschland, Frankreich, Polen, Großbritannien, die skandinavischen Länder, Lettland und andere. Mit dabei: 72 Militärflugzeuge und 25 Militärhubschrauber sowie zahlreiche Drohnen, die norwegische Tronder-Avisa meldete.

Die aktive Phase findet vom 2. bis 9. März statt, die Abschlussphase vom 10. bis 22. März, meldete die norwegische Pressestelle der Streitkräfte. 

Die Truppen bestehen aus land- und seegestützten Einheiten sowie Spezialtruppen. Die Einsätze werden in und über Norwegen und zusätzlich teilweise im Luftraum von Schweden durchgeführt und sollen die Lösung einer Krisensituation in subarktischem Klima proben.

Norwegen hat mit Russland eine 196 Kilometer lange gemeinsame Landgrenze ganz im Norden des Norwegens. Das erste Cold-Response-Manöver in Norwegen fand 2006 statt. Seitdem wurde fast jährlich geübt. 

Ziel der Manöver sei es, die militärischen Fertigkeiten der Soldaten "auf einem schwierigen Gelände" zu entwickeln und die "Glaubwürdigkeit des kollektiven Verteidigungs- und Abschreckungspotenzials" des Militärbündnisses aufrechtzuerhalten, so ein Sprecher des norwegischen Verteidigungsministeriums zu CNN.

Impressionen Cold Response 2014

Neuer Kalter Krieg?

Erst vor wenigen Tagen gab das US-Verteidigungsministerium bekannt, dass es 3,4 Milliarden US-Dollar für die European Reassurance Initiative (Europäische Beruhigungsinitiative) bereitstellen werden. Dabei sollen unter anderem im Baltikum, in Polen und in Mitteleuropa Ausrüstungen vorpositioniert werden, so der Fernsehsender weiter.

Auch sollen jetzt erstmals im Rahmen der Atlantic Resolve-Operation sechs F-15-Jets zu Ausbildungseinsätzen vom 9. bis 22. Mai nach Finnland, das selbst kein Nato-Mitglied ist, entsandt werden. In Kuopio, etwa 160 Kilometer von der russischen Grenze entfernt, werden über 100 Piloten aus der Oregon Base erwartet.

Die finnische Rundfunkanstalt YLE berichtete, dass es bisher keine solch große Übungseinheiten der US Air Force in Finnland gegeben habe, so CNN.

Russlands Premier Medwedew sprach indes von einem Abrutschen in einen neue Kalten Krieg zwischen Russland und der Nato. Auf seiner Rede bei der Münchner Sicherheitskonferenz nannte er das Verhalten der Nato "unfreundschaftlich und undurchsichtig". "Fast jeden Tag stempelt man uns als ʻdie größte Bedrohung für die Nato‘ im Allgemeinen und für Europa im Einzelnen, oder für Amerika und andere Länder ab", so der Regierungschef.

Der Nato-Oberbefehlshaber für Europa, Philip Breedlove, wies die bei CNN von sich. Die Nato wolle keinen Kalten Krieg."Wir sind ein Verteidigungsbündnis", so der General. (sm)

Medwedew auf der Münchner Sicherheitskonferenz

Siehe auch:

Merkels Selbstermächtigung à la 1933 – Ex-Staatssekretär Willy Wimmer über Deutschland und seine Zukunft

Der ehemalige deutsche Spitzenpolitker Willy Wimmer im Interview über die vermeintliche Sinnhaftigkeit der Müncher Sicherheitskonferenz, die deutsche Verantwortung für Frieden und den kalten Putsch der Bundeskanzlerin – Deutschland auf einem Kurs mit schrecklichem Ende.

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