Italiens Premier beklagt Alleingang von Merkel und Hollande in der Asylkrise

Epoch Times29. Januar 2016 Aktualisiert: 8. Juli 2016 0:10
Der italienische Premierminister beklagt sich über den politischen Alleingang von Frankreich und Deutschland in der Flüchtlingskrise. Renzi meint zur Lösung der Krise brauche es eine gesamteuropäische Strategie.

Deutschland und Frankreich würden die EU dominieren, sagt der italienische Premierminister, Matteo Renzi im Vorfeld seines Treffens mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am Freitag, berichtet "Sputniknews". Die Flüchtlingskrise könne nur Mittels einer gesamteuropäischen Strategie gelöst werden, aber nicht nur in einem kleinen Kreis zwischen Berlin und Paris, kritisiert Renzi die derzeitige Lage.

Der Premier meint, dass für dieses "epochale" Problem in Europa Deutschland und Frankreich nicht alleine agieren könnten.

"Ein Punkt ist das Verhalten Deutschlands, das alle EU-Initiativen zunächst einmal mit einem bilateralen Treffen mit den Franzosen beginnt. Natürlich wäre ich dankbar, wenn Angela und François (Hollande) alle Probleme lösen könnten; aber so läuft es eben meistens nicht", sagt Renzi in einem Interview für die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ).

Er fühle sich auch aus wichtigen Entscheidungen ausgeschlossen: "Wenn man eine gesamteuropäische Strategie zur Lösung der Flüchtlingsfrage sucht, dann kann es nicht reichen, wenn Angela zuerst Hollande und dann den EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker anruft und ich das Ergebnis aus der Presse erfahre."

Darüber hinaus fordert Renzi stärkere Unterstützung des UN-Flüchtlingswerkes UNHCR. Es brauche eine intensive internationale Kooperation mit den Ländern, aus denen die Flüchtlinge kommen. (so) 

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