Loch im Grenzzaun bei Spielfeld: Ex-Politiker verweigert Baugenehmigung

Epoch Times11. Dezember 2015 Aktualisiert: 11. Dezember 2015 14:14
8,1 Meter fehlen noch, dann wäre der Grenzzaun zwischen Österreich und Slowenien nahe Spielfeld zu. Doch die Lücke ist nicht so leicht zu schließen.

Der in Österreich errichtete Grenzzaun nahe Spielfeld hat ein Loch. Eigentlich möchte die österreichische Regierung das Loch schließen, doch so einfach ist das nicht. Ein ehemaliger Politiker und Grundstücksbesitzer stellt sich quer. Nun muss die Grenzpolizei diese letzte Öffnung im Zaun bewachen, berichten die Deutsche Wirtschafts Nachrichten (DWN).

Der ehemalige Grazer ÖVP-Stadtrat Helmut Strobl ist es, der sich sich so vehement gegen den Zaunbau auf seinem Grundstück wehrt: "Die ganze Zaunidee ist auf Steirisch gesagt rausgschmissenes Geld", so Strobl gegenüber dem “Standard”. Es hätte lediglich zu wenig Busse gegeben um die Flüchtlinge zu transportieren. Kein Asylsuchender hätte ein Interesse daran, illegal einzureisen, meint er.

Eigentlich seien es 35 Meter, das aber sei vernachlässigbar, ihm ginge es um etwas Grundsätzliches: "Die bauen den Zaun doch nur, um die Leute zu beruhigen", so Strobl.

Sollte der Zaun in diesem Bereich nicht fertiggestellt werden können, wäre dies für den Vize-Landesdirektor Manfred Komericky "total ok". Es handelt sich bei der Stelle um einen Berg, wo es rund 200 Meter hinauf ginge. Das ist eine nahezu unüberwindbare Stelle, so Komericky gegenüber dem "ORF".

Farce um den Grenzzaun steht für Versagen der Politik 

Die Situation zeige mit welchem Dilettantismus dieses ganze Projekt von Seiten der Regierung betrieben wird, so FPÖ-Chef HC Strache gegenüber OE24. Beim angeblichen Grenzzaun handele es sich um nicht viel mehr als ein Placebo. "Ein zwei Meter hoher Maschendrahtzaun stellt wohl kaum ein unüberwindliches Hindernis dar", so Strache. In Wahrheit habe die Regierung vor der aktuellen Masseneinwanderung unter dem Deckmantel des Asyls völlig versagt. Jene Farce um den Grenzzaun sei nur ein weiterer Beleg, so Strache. 

Ende Oktober überquerten Tausende Flüchtlinge die österreichisch-slowenische Grenze und marschierten zum Teil auf eigene Faust in Richtung Deutschland. Als Konsequenz baut das österreichische Militär nun einen fast vier Kilometer langen Zaun. (dk)

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