London: In 90 Minuten sechs Teenager bei Messerattacken verletzt – Jüngstes Opfer 13 Jahre alt

Epoch Times8. April 2018 Aktualisiert: 9. April 2018 6:27
Am Donnerstag erreichte die Londoner Messerkriminalität einen traurigen Rekord. Innerhalb von nur 90 Minuten wurden sechs Jugendliche bei Messer-Stechereien schwer verletzt und mussten in Hospitale gebracht werden.

Der erste Vorfall ereignete sich in der Nähe von East India Dock im Osten Londons kurz nach 17.30 Uhr, dabei wurde ein Teenager verletzt. In etwa einer halben Stunde später wurden drei Teenager in Mile End angegriffen, zwei von ihnen trugen schwere Verletzungen davon.

Die dritte Attacke ereignete sich um 18:57 Uhr und dabei wurde ein 13-jähriger Junge schwer am Kopf verletzt. Es soll, so berichtet „Mail Online“, von einer Bande Jugendlicher angegriffen und mit einer Klinge in den Kopf gestochen worden sein.

Dann acht Minuten später wurde ein Teenager – zum entsetzten von einem Kunden der HSBC-Bank – am Ealing Broadway brutal niederstochen. Laut Polizeibericht sind vier der Opfer – darunter auch der 13-Jährige und zwei 15-Jährige aus Mile End – mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert worden, so „Mail Online“.

Ich bin jetzt seit 18 Jahren Parlamentsabgeordneter, aber das ist das Schlimmste, was ich je gesehen habe“, sagte der Labour-Politiker David Lammy aus Tottenham.

Sein Befürchtung ist, dass die Polizei die Kontrolle vollkommen über die Drogengangs verloren habe. Er meint: „Drogenkauf ist inzwischen nichts anderes mehr, als eine Pizza zu bestellen“, so Lammy zu BBC.

Die Ereignisse in der vergangenen Nacht dokumentieren die schwere Kriminalitätskrise derzeit in London. Waffen- und Messerangriffe – 55 Morde seit Januar – sind seit 2010 auf dem Höchststand. Fünf Verhaftungen nahm die Polizei nach den 90-minütigen Messerattacken von rivalisierenden Jugendbanden auf sechs Teenager vor.

Das jüngste Opfer der kriegerischen Banden – ein 13 Jähriger – ist in einem kritischen, aber stabilen Zustand, so berichtet „Mail Online“ weiter.

Zeugen melden sich zu Wort

Jack Hawke, 33, sagte, dass er weiter unten auf der Straße wohnt und dass er „Schreie“ gehört habe und dann zu seinem Fenster gegangen war, um nachzuschauen. Er beobachtet drei Jungs, einen auf einem Fahrrad, die ihre Gesichter bedeckt hatten.

Ein anderer Mann, Jack Hobbs, 30, ging an derselben Gruppe auf der Grove Road vorbei und sagte: „Sie trugen alle dunkle Kleidung mit ihren Kapuzenpullovern, die an der Spitze befestigt waren, sodass ihre Köpfe vollständig bedeckt waren.“

Ein 55-jähriger Einzelhändler aus Ealing – der die Folgen der Messerstecherei in Ealing Broadway miterlebte – sagte zu „MailOnline“: „Ich fuhr mit dem Fahrrad nach Hause, sah viele Polizisten und Krankenwagen und es hingen eine Menge Jugendliche herum.“

Dann hab er sie gefragt: „Es ist keine weitere Messerstecherei, oder?“ und sie sagten zu ihm: „Doch, das ist es“. Er sei gerade von der Arbeit nach Hause gekommen und es sei schon zu einer Art von Normalität geworden – „ich sehe es die ganze Zeit“, so der Mann weiter zu „Mail Online“.

Der Mann, der selbst ein Opfer von Bandenkriminalität war, als er letztes Jahr von Jugendlichen in den Grand Union Canal gestoßen wurde, sagte, London sei ein „Kriegsgebiet“ geworden.

Jetzt müssten die Menschen mehr Verantwortung übernehmen. „Und Sadiq Khan. Er ist der schlechteste Bürgermeister, den London je hatte“ so der 55-Jährige weiter zu „Mail Online“. (vm)

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