„Ocean Viking“ läuft italienischen Hafen Taranto an – Mehr als 400 Migranten dürfen an Land

Der italienische Hafen Taranto gewährt dem NGO-Schiff "Ocean Viking" einfahrt. Damit sind die über 400 Menschen bald in der EU - und in Sicherheit.

Die mehr als 400 im Mittelmeer aufgenommenen Flüchtlinge und Migranten an Bord des NGO-Schiffs „Ocean Viking“ dürfen im süditalienischen Tarent an Land gehen. Das teilte die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF), die das Schiff zusammen mit der Organisation SOS Méditerranée betreibt, am Dienstag im Kurzbotschaftendienst Twitter mit.

Unter den Migranten sind den Angaben zufolge 149 Minderjährige und 38 Frauen. Eine Frau mit Verätzungen wurde bereits am Montag zusammen mit ihren drei Kindern nach Malta ausgeflogen, heißt es.

In den vergangenen vier Tagen konnten bei mehreren Aktionen im Mittelmeer insgesamt fast 650 Menschen an Bord von drei Schiffen geholt werden.

Über 19.000 Tote im Mittelmeer

Zuletzt barg die spanische Organisation Open Arms am Dienstagmorgen 102 Menschen aus internationalen Gewässern, wie sie bei Twitter mitteilte. Insgesamt befinden sich nun 158 Menschen an Bord des gleichnamigen Schiffes.

An Bord des deutschen Schiffes „Alan Kurdi“ der Hilfsorganisation Sea Eye harren 78 weitere Migranten aus. Das Schiff brach am Montag in Richtung Italien auf, nachdem Malta ihm das Anlegen verweigert hatte.

Im vergangenen Jahr hat die Internationale Organisation für Migration (IOM) 1283 Tote bei Versuchen von Flüchtlingen und Migranten gezählt, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. Die meisten starben auf dem Weg von Nordafrika nach Italien. Insgesamt kamen in den vergangenen fünf Jahren mindestens 19.164 Migranten im Mittelmeer ums Leben. (afp/so)

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