Merkel will mehr Flüchtlinge aufnehmen – EU-Staaten lehnen ab

Epoch Times5. Dezember 2015 Aktualisiert: 5. Dezember 2015 14:56
Angela Merkel will noch mehr Flüchtlinge und Migranten aufnehmen. Doch in der Europäischen Union herrscht großer Unmut. Viele Staaten wehren sich gegen die Flüchtlingsverteilung. Deshalb lehnten Vertreter verschiedener EU-Regierungen Merkels Vorhaben nun ab.

Die deutsche Kanzlerin plante noch weitere Hunderttausend Flüchtlinge aus der Türkei in die EU zu bringen. Diesen Wunsch brachte sie beim EU-Ministertreffen zum Ausdruck. Hochrangige Vertreter der EU-Regierungen sprachen sich jedoch gegen ein solches Vorgehen aus. Es sei jetzt schon schwierig die Flüchtlinge auf die EU-Mitgliedsstaaten zu verteilen.  

Alle 28 EU-Staaten hätten an dem Treffen teilgenommen sowie die Schweiz und Norwegen, hieß es aus EU-Kreisen, berichten die Deutschen Wirtschafts Nachrichten. Demnach habe es sich um "ein erstes Sondierungstreffen" gehandelt, damit die EU-Kommission wie geplant am 15. Dezember einen Vorschlag für die Umsiedlung von Flüchtlingen vorbereiten könnte.

Laut einer Vereinbarung vom Sommer sollen weitere 22.000 Menschen, insbesondere aus Nachbarstaaten Syriens, von einer Gruppe von acht Ländern um Deutschland "freiwillig" aufgenommen werden. 

Der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn kritisierte jedoch das Vorhaben noch weitere Migranten nach Europa zu bringen: "Wir dürfen jetzt nicht noch eine Schippe drauflegen", sagte er am Rande des Treffens der EU-Innenminister, so "DWN". Die EU könne "jetzt nicht schon wieder von Hunderttausenden reden, die wir freiwillig verteilen". Asselborn sehe keine "Koalition der Willigen" in der EU, die diese Menschen aufnehmen will.

Viel mehr solle sich die Europäische Union darauf Konzentrieren die 160.000 Menschen, die schon in Griechenland und Italien sind, umzuverteilen, so der Außenminister. Die Osteuropäischen Staaten wie Ungarn, Slowakei, Tschechien und Polen lehnen die Aufnahme von Flüchtlingen strikt ab. Die Risiken Terroristen könnten sich unter den Migranten befinden wären zu hoch. (so) 

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