Migrantenansturm erwartet: Schweiz will mit Panzern Grenze zu Italien schützen

Epoch Times15. April 2016 Aktualisiert: 7. Juli 2016 17:21
Offenbar rechnet Italien mit einer Verdoppelung der Migrantenzahlen von 2015. Auch die Schweiz ahnt schon, was bei einer Brenner-Schließung passieren wird: "Wir rechnen im Sommer mit einem signifikanten Anstieg der Flüchtlingszahlen. Wenn Österreich jetzt den Brenner schließt, wäre die Schweiz das einzige Tor nach Nordeuropa. Davor müssen wir uns schützen", kündigte der Tessiner Sicherheitsdirektor Norman Gobbi an.

"Weil Frankreich seine Grenze de facto schon dicht gemacht hat, ist die Schweiz dann das einzige Tor nach Nordeuropa", so der Staatsrat für Inneres, Justiz und Polizei des Tessin, welches sich vom St. Gotthard bis zu den mit Italien geteilten Seen Lago Maggiore und Luganer See erstreckt.

"Deshalb werden viele Richtung Schweiz weiterreisen", sagte Norman Gobbi, wie der schweizer "Blick" schreibt. Laut Gobbi habe das Tessiner Grenzwachtkorps letzte Woche 169 illegale Grenzübertritte verzeichnet, 100 allein am Wochenende.

Italien befürchtet Migranten-Ansturm

Wie der Sicherheitsdirektor Tessins mitteilte, seien bereits 50 Prozent mehr Flüchtlinge nach Italien gekommen als in der Vorjahresperiode.

Gobbi, der sich derzeit in Italien über die aktuelle Lage informiert, sagte: "Bei meinem Besuch in Rom erklärten mir Regierungsvertreter, Italien befürchte eine Verdopplung der Migrationszahlen von 2015."

Truppen zum Schutz der Südgrenze

Über seine Pläne sagte Gobbi: "Ich bin Bundesrat Parmelin sehr dankbar, dass er bereit ist, die Grenzregionen mit der Armee zu unterstützen."

Dazu wollen die Eidgenossen im Kanton Tessin 2.000 Soldaten einsetzen: das Schweizer Panzerbataillon 18 aus der Romandie, das Militärpolizeibataillon 1 und das Ostschweizer Panzersappeurbataillon 11 sowie das Katastrophenhilfebataillon 2, so der "Blick". (sm)

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