Milos Zemans Weihnachtsansprache zur Migrationswelle (+Video): „Organisierte Invasion“ und „Trojanisches Pferd“

Epoch Times28. Dezember 2015 Aktualisiert: 8. Juli 2016 0:54
Die Weihnachtsansprache des tschechischen Präsidenten Milos Zeman endet mit den Worten: "Dieses Land ist unser Land, es ist nicht für alle da und kann auch nicht für alle da sein." Er sprach von Mitgefühl für die Alten, die Kranken, die Kinder. Aber er fragte sich auch, warum die jungen Männer ohne Familie "nicht eine Waffe in die Hand nehmen und kämpfen, für die Freiheit des eigenen Landes und gegen den IS".

Die Rede des tschechischen Präsidenten wurde von mehreren TV-Sendern ausgestrahlt. Milos Zeman sagte, dass die Flucht der jungen Syrer den IS objektiv stärke. Dann verweist er auf den tschechischen Widerstand zur Zeit des Protektorats Böhmen und Mähren (1939 – 1945). Er könne sich kaum vorstellen, dass in dieser Zeit die jungen tschechischen Männer geflüchtet wären, um in Großbritannien Sozialleistungen zu erhalten.

Der Präsident der Tschechischen Republik rechnet mit der europäischen Willkommenskultur ab, die er als naiv bezeichnet: "Manchmal komme ich mir vor wie Kassandra, die davor warnt, das Trojanische Pferd in die Stadt zu holen. Aber ich bin zutiefst überzeugt, dass das, womit wir es hier zu tun haben, keine spontane Fluchtbewegung ist, sondern eine organisierte Invasion", zitiert der "Focus" aus der Weihnachtsansprache Zemans.

Osteuropas Staaten sagen "Nein" zu Quotenregelung

Der Flüchtlingsquotenstreit innerhalb der EU geht weiter: Die Staaten am östlichen Rand der Europäischen Union lehnen weiterhin eine verbindliche Regelung und feste Quoten für die Verteilung der Asylsuchenden ab. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gilt als harte Verfechterin dieser Regelung. Doch die osteuropäischen Staatenchefs verweisen auf die Abwehrhaltung ihrer Bevölkerung. Die Menschen seien in den Zeiten der sowjetischen Vorherrschaft von der Außenwelt abgeschottet gewesen. Es gab kaum Fremde zu integrieren.

Ein osteuropäischer Diplomat warnte bereits im September, dass die Regierungen schnell an Rückhalt in der Bevölkerung verlieren könnten, wenn sie die Sorgen der Bürger nicht berücksichtigen würden. "Es herrscht Angst. Es herrscht Ungewissheit. Die Menschen sind mehrheitlich gegen die Aufnahme von Flüchtlinen", so der Diplomat.

Dem halten westliche Diplomaten die EU-Milliardenbeträge der letzten Jahrzehnte an Osteuropa entgegen. (dk)

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