Nach Scharia-Gesetz: Österreichische Bank startet mit Islamic Banking

Epoch Times14. Januar 2016 Aktualisiert: 8. Juli 2016 0:19
Das Islamic Banking boomt und ist bereits zu einem milliardenschweren Markt geworden. Die Finanz- und Anlageform richtet sich nach der Scharia, dem religiösen Gesetz des Islam. In Österreich wird es ab Februar auch Islamic Banking geben.

Die Bank BAWAG P.S.K. beginnt nun als erste Bank in Österreich mit dem Islamic Banking. Ab Anfang Februar startet, laut "Kronen-Zeitung", ein Pilotprojekt für ein Girokonto in Wien. Die Zielgruppe der BAWAG seien demnach die rund 600.000 in Österreich lebenden Muslime. Vor allem die türkische und bosnische Community, schreibt die "Krone" weiter.

Das Islamic Banking boomt und ist schon seit Jahren weltweit ein wachsender Markt.

Wie die Zeitung weiter berichtet, werden beim Scharia-konformen BAWAG-Girokonto weder Zinsen bezahlt noch werden welche verlangt. Es gebe nur "fixe Entgelte". Es werde verschiedene Kontomodelle, ab 4,90 Euro monatlich, inklusive Kontokarte und Überziehungsmöglichkeit geben.

Das Konto soll es bald in allen Filialen der US-fondsdominierte BAWAG österreichweit geben.

Das Islamic Banking ist bereits zu einem milliardenschweren Markt geworden. Es wäre eine boomende Finanz- und Anlageform, die sich nach der Scharia, dem religiösen Gesetz des Islam, richtet, schreibt die Zeitung. 

Das Gesetzt besage, dass Zinsen so wie Kredite verboten sind. Beim Hauskauf gibt es demnach eine andere Form des Kredits: "Die Bank erwirbt das Haus und verkauft es dem Kunden weiter. Dieser zahlt dann der Bank den höheren Preis in Raten zurück. Nicht erlaubt sind Investitionen in Glücksspiel, Waffen und Pornografie. Die Regeln werden von einem Korangelehrten überwacht", so die "Krone".

Für Banken sei das Islamic Banking global gesehen ein vielversprechendes Geschäftsfeld. Derzeit bieten in rund 70 Ländern etwa 500 islamische Institute ihre Dienste an. Das Geschäft wachse auch deutlich schneller als das der konventionellen Banken. (so) 

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