Vorbildliche Umsetzung des EU-Umsiedlungsprogramms: Berlin plant 19 weitere Unterkünfte für Migranten

Epoch Times14. Februar 2018 Aktualisiert: 14. Februar 2018 17:10
Berlin beteiligt sich vorbildlich am EU-Umsiedlungsprogramm für Migranten. Dies zeigen die geplanten und sich in Bau befindlichen Wohnprojekte.

Der positive Trend zur Umverteilung von Asylbewerbern innerhalb der EU setze sich fort – dies gab die EU-Kommission bereits im Juli 2016 bekannt. Damit einhergehend wurden Ziele der Neuansiedlung von illegalen Migranten in Europa weiter verwirklicht.

Dimitris Avramopoulos, EU-Kommissar für Migration, Inneres und Bürgerschaft, begrüßte die verstärkten Bemühungen der EU-Mitgliedstaaten im Bereich der Umsiedelung von Zuwanderern in den letzten Monaten. Dies ergänze die enormen Anstrengungen der Mitgliedstaaten bei der Aufnahme von über einer Million Asylsuchenden allein im Jahr 2015 und sei ein wahrer Ausdruck „europäischer Solidarität“, so der EU-Kommissar.

Da Zehntausende Flüchtlinge in Griechenland auf ihre Umverteilung warten und weiterhin zahlreiche Menschen in Italien ankommen, muss dieser positive Trend fortgesetzt und verstärkt werden“, so Avramopoulos.

Die EU-Kommission werde die Mitgliedstaaten weiterhin mit „allen zur Verfügung stehenden Mitteln“ unterstützen, um die Umsetzung der Umverteilungs- und Neuansiedlungsregelungen zu beschleunigen, versprach er.

Berlin beteiligt sich vorbildlich am Umsiedlungsprogramm

Dass sich Deutschland vorbildlich am Umsiedlungsprogramm der EU beteiligt, zeigen nicht zuletzt die geplanten und sich in Bau befindlichen Wohnprojekte. In der Hauptstadt werden weitere „Modulare Unterkünfte für Flüchtlinge“ gebaut. Dies gab das Berliner Abgeordnetenhaus auf eine kleine Anfrage der FDP-Abgeordneten Sibylle Meister bekannt.

Mit Stand zum 18. Dezember 2017 sind 9 Modulare Unterkünfte für Flüchtlinge (MUF) baulich fertig gestellt. Weitere 8 MUF sind in Bau und 11 standortkonkret in Planung,“ so das Abgeordnetenhaus.

Aktuellen Medienberichten zufolge plant der Berliner Senat in Abstimmung mit den Bezirken noch mehr MUF – nämlich an 24 neuen Standorten. Bausenatorin Katrin Lompscher (Linke) begründete dies damit: Weitere MUF seien zusätzlich zu den fertigen oder bereits geplanten notwendig, um den Bedarf an Unterkünften auch langfristig zu decken.

Zehn bisher fertige sowie 19 sich im Bau oder abgeschlossener Planung befindliche MUF böten Platz für rund 10.000 Menschen. Ziel des Senats sei es, bis Ende des Jahres alle Notunterkünfte für Asylbewerber zu schließen oder umzubauen – und die illegalen Zuwanderer in MUF unterzubringen.

Früheren Angaben zufolge setzte der Senat neben den MUF auf Containerunterkünfte, die sogenannten Tempohomes. 17 vorhandene oder sich in Bau befindliche Tempohomes bieten mehr als 5.000 Menschen Platz. Im Unterschied zu MUF können Tempohomes baurechtlich lediglich drei Jahre genutzt werden. (mw)

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