Nigeria-Duo brachte Frauen aus Heimat zur Prostitution nach Wien – mit Voodoo

Von 2. März 2017 Aktualisiert: 2. März 2017 10:46
Zwei in Wien lebende führende Mitglieder einer nigerianischen Menschenhändlerbande wurden jetzt von der österreichischen Polizei verhaftet. Sie hatten junge Frauen in Nigeria mit Jobangeboten nach Europa gelockt. Um die Frauen dann zur Prostitution zu bringen, benutzten sie brutale Voodoo-Rituale.

Die österreichische Polizei nahm im Februar ein Führungs-Duo einer Menschenhändler-Organisation in Wien fest, wo die beiden nigerianischen Staatsangehörigen leben.

Der als „Madame“ bezeichneten 34-Jährigen und ihrem arbeitslos gemeldeten Komplize (32) wird Schlepperei, Menschenhandel, grenzüberschreitende Prostitution sowie Zuhälterei im Zuge einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen, wie die „Krone“ berichtet.

Die „Madame“ leugnet derzeit die Vorwürfe, während sich der 32-jährige Komplize geständig zeige, so das Blatt.

Das Duo soll Bordelle in ganz Österreich mit Frauen versorgt haben. Aktuell hat die Polizei zehn Opfer ermittelt. Das bei Hausdurchsuchungen aufgefundene Beweismaterial lässt jedoch auf weit mehr Betroffene schließen.

Durch Voodoo gefügig gemacht

Das Landeskriminalamt Niederösterreich ermittelt jetzt gegen Mittäter und Hintermänner der Organisation, die zahlreiche Frauen nach Europa gebracht hat.

Die in Nigeria lebende Schwester der „Madame“ wird ebenfalls gesucht. Sie soll die Frauen in ihrem Heimatland angeworben haben. Dazu soll sie den Frauen aus ärmlichen Verhältnissen Jobangebote als Friseurinnen in Europa in Aussicht gestellt haben.

Tatsächlich sind sie noch in Nigeria einem Voodoo-Priester vorgeführt worden, der sie durch gewisse Rituale gefügig machte.“

(Johann Baumschlager, Polizeisprecher)

Dabei seien die Frauen schwer misshandelt worden. Ihnen wurde auch mit dem Tod gedroht, wenn sie den „Anweisungen der Organisation nicht Folge leisten“, so Baumschlager gegenüber dem „ORF Niederösterreich“.

Nach Europa verschleppt

Nach den Voodoo-Ritualen wurden die Opfer über Italien nach Europa und weiter nach Österreich gebracht. Hier hatte sie die „Madame“ empfangen, die ihnen erklärte, dass sie „der Organisation für den Transport nach Österreich bis zu 50.000 Euro“ schulden würden.

Diese Schulden müssten sie nun durch Prostitution abarbeiten.

Sollten sie sich weigern, wurde ihnen mit einer neuerlichen Voodoo-Prozedur gedroht.“

(Polizeisprecher Baumschlager)

Wie die Polizei nach ersten Vernehmungen der Betroffenen mitteilte, sei ihnen kaum Geld für den Lebensunterhalt verblieben und sie sollen ständig mit weiteren finanziellen Belastungen konfrontiert worden sein, so die „Krone“.

Das gesamte Geld, das sie durch die Prostitution erwirtschaftet haben, wurde ihnen von ihrer ‚Madame‘ abgenommen.“

(Johann Baumschlager, Polizeisprecher)

Die Frauen seien enormen psychischen und physischen Belastungen ausgesetzt gewesen. Sie wurden im Sinne des Opferschutzes gesichert untergebracht.

Die Nigeria-Voodoo-Masche wird seit Jahren zur Heranschaffung von neuen Frauen benutzt, auch in Deutschland:

Siehe auch:

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