Österreichische Polizei schlägt Alarm: Islamismus nimmt gefährliche Formen an

Epoch Times17. Mai 2016 Aktualisiert: 7. Juli 2016 21:19
In dem österreichischen Bundesland Steiermark breitet sich der Islamismus bereits in beunruhigenden Maße aus, so ein Polizeiexperte. Die Muslimbruderschaft habe sich schon etabliert. Die Islamistenszene habe regen Zulauf.

Die österreichische Polizei verzeichnet einen großen Zulauf zum Islamismus, berichtet die "Kleinezeitung" unter Berufung auf einen Polizeiexperten. Diese Entwicklung würde bereits gefährliche Formen annehmen. Vor allem in Graz, Hautstadt der Steiermark, wäre die Ausbreitung der radikalen Islamisten besonders markant. Von 16 Moscheen in Graz würde die Polizei acht als radikal einstufen.

Darüber hinaus würden Religionslehrer in den Schulen radikalisieren, und verschleierte Mädchen traktierten ihre nicht verschleierten Mitschülerinnen, zitiert die Zeitung den Experten der Landespolizeidirektion in der Steiermark. Der Beamte wollte laut "Kleinezeitung" aus Sicherheitsgründen anonym bleiben.

Muslimbrüder kamen mit Arabischen Frühling 

In der Steiermark habe das Problem mit der Muslimbruderschaft, einer religiös-faschistischen Vereinigung, aus dem Nahen Osten, vor rund einem Jahrzehnten begonnen. Seit dem ist sich der steirische Verfassungsschutz der drohenden Gefahren bewusst. Die Steiermark war auch das erste Bundesland in Österreich, in dem gegen IS-Anhänger ermittelt wurde. Doch trotz einer hohen Alarmbereitschaft seitens der Exekutive bereite sich der Islamismus weiter gefährlich aus.

Nach Angaben der Justiz habe die Muslimbruderschaft nach dem Arabischen Frühling in 2010 in der Steiermark Fuß fassen können, so die Zeitung. Demnach würde die Bewegung in Graz keine erkennbaren strafbaren Handlungen begehen, aber sie würden die österreichische Gesellschaft "unterwandern". Laut Insidern hätten die Radikalen bereits vereinzelte Posten im öffentlichen Dienst und "mit Sicherheit in einer politischen Partei etablieren können", heißt es in dem Bericht. Auch in den Schulen seien sie aktiv. Die Religionslehrer dieser extremistischen Bewegung gelten laut Polizeiexperte als "besonders radikal".

Migranten als radikale Islamisten in Österreich

Die Muslimbrüder würden sich auf der Stufe des Extremismus unter den Salafisten und Jihadisten befinden. Alle diese radikal-islamistischen Gruppierungen lehnten das österreichische Rechtssystem "und alle unsere Werte strikt ab und treten für einen Islam mit strengster Auslegung ein", so der Experte weiter. In Graz sollen nach Angaben der Polizei rund 400 Salafisten leben. Ziel derer sei: "Die Islamisierung unserer Gesellschaft", sagte der Polizeiexperte zur Zeitung. 

Demnach stellten neben den Migranten aus Bosnien die Tschetschenen die größte Islamistengruppe in der Steiermark dar. Viele von ihnen gehörten bereits zur zweiten Generation mit österreichischer Staatsbürgerschaft. Laut der Zeitung lebten in keinem anderen EU-Land so viele Migranten mit tschetschenischen Wurzeln wie in Österreich.

Die tschetschenischen Islamisten würden von Experten als wesentlich gefährlicher eingestuft als die radikalen Gruppen aus Bosnien, so die österreichische Zeitung weiter. "Weil Ehre und Rache bei ihnen ganz oben stehen." Dazu kämen nun auch die Migranten aus Afghanistan, die von der organisierten Kriminalität, wie Drogenhandel, abweichten und sich den Islamisten anschließen würden. So wäre es vor Jahren auch bei den Tschetschenen gewesen, schreibt das Blatt.

Für die österreichische Polizei, den Verfassungsschutz und die Staatsanwaltschaft sei die derzeitige Situation eine besonders große Herausforderung, da die islamistischen Gruppen in der Steiermark auch Querverbindungen zu Terroristen im Ausland hätten. (so) 

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