Österreichs Innenminister: Hitlers Geburtshaus muss weg!

Epoch Times14. Juni 2016 Aktualisiert: 8. Juli 2016 2:01
Das österreichische Innenministerium möchte Hitlers Geburtshaus in Braunau am Inn am liebsten abreißen: Damit keine Pilgerer kommen. Doch die Eigentumsverhältnisse sind noch unklar.

Damit es kein Ort für Pilgerer wird, soll Hitlers Geburtshaus in Braunau am Inn von der Landkarte verschwinden. Das will Österreichs Innenminister Wolfgang Sobotka. „Für mich wäre ein Schleifen […] die sauberste Lösung“, sagte er im ORF. Seine Pressesprecherin wies wenig später darauf hin, dass dies Sobotkas “persönliche Meinung” sei, so die Bild-Zeitung.

Das Haus ist in Privatbesitz

Allerdings gehört ihm das Haus nicht und auch nicht dem Staat, obwohl das Eckhaus in Braunau nahe der deutschen Grenze seit 1972 an das österreichische Innenministerium vermietet wird. Für 4700 Euro Miete im Monat. Und das Haus steht leer.

Mit der Besitzerin habe man sich Bild zufolge trotz vieler Verhandlungen über Nutzung und Kauf nicht einigen können. 1952 hatte die ursprüngliche Eigentümerfamilie das Haus zurückgekauft, nachdem die Nazis es saniert und ein “Kulturzentrum” eingerichtet hatten. Es wurde seitdem an diverse Einrichtungen vermietet, etwa eine Schule, eine Bank, ein technisches Institut, an Behinderte und nun an die Regierung.

Ministerium: Nicht zum Pilgerort werden lassen

Um zu verhindern, dass das Haus zur Attraktion wird, “ist es notwendig, dieses Haus zu enteignen“, sagte Sobotoka im ORF. Der Staat prüfe im Moment eine Enteignung der Privateigentümer und ein Abriss-Szenario.

Kritisch ist der Abriss vor allem deswegen, weil das Geburtshaus unter Denkmalschutz steht: Wegen der Bausubstanz aus dem 17. Jahrhundert, nicht wegen Hitler. (kf)

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