Österreichs Nationalrat hat sich konstituiert – mit „wilder” Abgeordneter Philippa Strache

Epoch Times23. Oktober 2019 Aktualisiert: 23. Oktober 2019 17:18
Der neu gewählte Nationalrat hat sich in Österreich konstituiert, zudem stand die Wahl des Nationalratspräsidiums auf dem Programm. Was geloben die Abgeordneten? Einige fügten der offiziellen Formel hinzu: "So wahr mir Gott helfe", andere legten das Gelöbnis mehrsprachig ab.

In Österreich fand am Mittwoch die Angelobung der 183 Abgeordneten statt. Damit wurde der neu gewählte Nationalrat konstituiert. Wie die Österreichische Presseagentur (APA) berichtet, wünschte der Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) den Abgeordneten „besten Erfolg“.

Zu Sitzungsbeginn wurden die Bundes- und Europahymnen vorgetragen. Die Zuschauertribünen des Parlamentsausweichquartiers waren voll – an der Spitze Bundespräsident Alexander Van der Bellen. Neben ihm waren auch sein Vorgänger Heinz Fischer sowie Andreas Khol (ÖVP) als frühere Nationalratspräsidenten anwesend.

„Ich gelobe – so wahr mir Gott helfe“

„Sie werden geloben: Unverbrüchliche Treue der Republik, stete und volle Beobachtung der Verfassungsgesetze und aller anderen Gesetze und gewissenhafte Erfüllung ihrer Pflichten“, lautete die Formel, die von der ÖVP-Abgeordneten Michaela Steinacker als Schriftführerin verlesen wurde.

Danach antworteten die Abgeordneten einzeln mit den Worten „Ich gelobe“. Einige ÖVP-Mandatare sowie FPÖ-Chef Norbert Hofer fügten hinzu: „so wahr mir Gott helfe“. Die Grünen legten das Gelöbnis mehrsprachig ab.

Vor der Angelobung waren mehrere Klubs in das Ausweichquartier des Parlaments in der Wiener Hofburg eingezogen. Einen türkisen Button mit der Aufschrift „Für Österreich“ trugen dabei die ÖVP-Mandataren, Gernot Blümel trug zudem türkise Socken. Die SPÖ-Abgeordneten trugen die traditionelle rote Nelke, die NEOS drei pinke Bleistifte und die Grünen hatten Töpfe mit diversen Kräutern.

Philippa Straches Einzug in den Nationalrat

Die Freiheitlichen trugen Schleifen in Rot-Weiß-Rot. Vor der Hofburg warteten Medienvertreter auf die „wilde“ Abgeordnete Philippa Strache, die es schaffte, unauffällig in den Plenarsaal zu gelangen.

Am Dienstag gratulierte Heinz-Christian Strache auf Facebook seiner Ehefrau zum Einzug in den Nationalrat. Zudem kritisierte er seine ehemaligen „FPÖ-Wegbegleiter“. „Wie haben ‚meine ehemaligen FPÖ-Wegbegleiter‘ es mir gedankt? Indem sie in Folge gegen meine Frau und mich öffentlich Stimmung gemacht haben. […] Da soll jeder einmal über Anstand und Charakter nachdenken!“

Wahl des Nationalratspräsidiums

Auch die Wahl des Nationalratspräsidiums stand am Mittwoch auf dem Programm. Sie fand nach der Angelobung statt. Sobotka und die Zweite Präsidentin Doris Bures (SPÖ) konnten sich mangels Gegenkandidaten ihrer Wiederwahl praktisch sicher sein.

Favorit für das Amt des Dritten Präsidenten war FPÖ-Chef Hofer. Dennoch war er bei der geheimen Abstimmung mit der Grünen Politikerin Eva Blimlinger als Gegenkandidatin konfrontiert. (so)

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN