Der Ex-Grüne-Chef und neuer österreichischer Bundespräsident Alexander Van der Bellen (L) und sein Konkurrent Norbert Hofer (FPÖ)Foto: JOE KLAMAR/Getty Images

Österreichs Wahl-Pannen: Auch 14-jährige Kinder wählten Bundespräsidenten

Epoch Times31. Mai 2016 Aktualisiert: 8. Juli 2016 6:10
Weitere Ungereimtheiten in der österreichischen Präsidentenwahl nähren der Verdacht der Wahlmanipulation: Nun wurde bekannt, dass auch Kinder unter Wahlalter in einem Ort teilnahmen.

Auch noch acht Tage nach der Bundespräsidentenwahl in Österreich kommen Dinge ans Licht, die auf eine Manipulation der Wahl hindeuten. Jetzt wird bekannt, dass in einer Gemeinde in Niederösterreich einige Jugendliche gewählt haben, die das gesetzliche Wahlalter von 16 Jahren noch nicht erreicht hatten.

Wahlleiter ein SPÖ-Funktionär

Darüber hinaus steht auch der Wahlleiter im Innenministerium, Robert Stein in der Kritik. Über seine Rolle als oberster Aufseher bei der Stimmenauszählung wird im Internet heftig diskutiert. Vor allem die Tatsache, dass Stein auch SPÖ-Funktionär ist, warf die Frage auf, ob dieses Amt mit einer gleichzeitigen Parteifunktion vereinbar ist.

Zu dem Vorfall, dass sich unter 16-Jährige an der Wahl beteiligt hatten, meldete sich Stein am Dienstag zu Wort. Er habe eingeräumt, dass in der Gemeinde Miesenbach die Wählerevidenz mit dem Wählerverzeichnis verwechselt worden sei, berichtet die österreichische "Kronen-Zeitung". Dadurch seien 14 noch nicht 16-jährige Jugendliche als wahlberechtigt geführt worden, von denen sechs an der Wahl teilgenommen hätten, sagte Stein laut der Zeitung. Demnach wären fünf davon "knapp 16" und einer "knapp 15", also 15- bzw. 14-jährig gewesen. 

Der SPÖ-Mann kündigte laut "Krone" zwar eine Strafanzeige an, war jedoch nicht sicher, ob sich die zur Wahl gegangenen Jugendlichen auch strafbar gemacht hatten. 

Verdacht der Manipulation

Die sechs Stimmen von zu jungen Wählern hätten den Wahlausgang nicht wesentlich verändern können, aber dies war nicht die einzige Unregelmäßigkeit während der österreichischen Präsidentschaftswahl, bei der sich der Ex-Grüne-Chef Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer von der FPÖ gegenüberstanden. 

Neben den verfrühten Auszählungen von Wahlkartenstimmen in drei Kärntner und einem steirischen Bezirk, und zwei Gemeinden, zerriss der Bürgermeister in Helfenberg (Oberösterreich), nach Angaben der dortigen lokalen Zeitung, drei Wahlzettel. Darüber hinaus habe eine Frau in Ahorn nicht wählen können, da sie irrtümlich als Briefwählerin registriert gewesen sei. 

Alle diese Vorfälle nähren den Verdacht der Wahlmanipulation, rund um den knappen Sieg von Alexander Van der Bellen. (so)  


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