Orban warnt vor „Sowjetisierung“ in Europa – „Kein freies Europa ohne Nationalstaaten“

Von 25. Oktober 2016 Aktualisiert: 25. Oktober 2016 11:06
"Freiheitsliebende Menschen müssen Brüssel vor Sowjetisierung und vor Menschen, die für uns bestimmen wollen, mit wem wir zusammenleben sollen, retten," so Ungarns Premierminister Viktor Orban.

Bei seiner Rede zum Gedenken an den Volksaufstand vor 60 Jahren in Ungarn warnte der ungarische Premierminister Viktor Orban vor einer „Sowjetisierung“ in Europa.

„Wir wollen eine europäische Nation sein, nicht eine Nationalität innerhalb Europas“, sagte der Premier am Sonntag, berichten verschiedene Medien. „Freiheitsliebende Menschen müssen Brüssel vor Sowjetisierung und vor Menschen, die für uns bestimmen wollen, mit wem wir zusammenleben sollen, retten.“

Am 23. Oktober 1956 begann der Aufstand gegen die Herrschaft der Sowjets in Ungarn. Am 4. November 1956 wurde dieser vom sowjetischen Besatzungsregime blutig niedergeschlagen.

Mitgliedsländer nicht durch „Vereinigte Staaten von Europa“ ersetzen

Weiters meinte Orban, dass es kein freies Europa ohne Nationalstaaten gebe: „Wir Ungarn werden immer für die Freiheit kämpfen und sie erkämpfen, selbst in aussichtslosesten Situationen. Wir Ungarn besitzen ein Talent für Freiheit und wir haben schon immer gewusst, unser Talent zu nutzen. Freiheit ist kein Endzustand, sondern die Art der Existenz. Freiheit ist wie schwimmen, wer aufhört zu schwimmen, geht unter,“ so der ungarische Premier.

Er fügte hinzu, dass die EU nicht zu einem Imperium des Zeitgeistes werden dürfe. Die Mitgliedsländer dürften nicht durch die „Vereinigten Staaten von Europa“ ersetzt werden.

Als Ehrengast der Gedenkfeier war der polnische Präsident Andrzey Duda anwesend. Auch Polen litt 25 Jahre lang unter der Herrschaft des Kommunismus. Am 4. Juni 1989 erlebte das osteuropäische Land den Zusammenbruch der UdSSR. Mit dem Beitritt zur EU schaffte Polen einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung.

Duda versicherte Ungarn: „Ihr könnt auf Polen zählen, wir stehen in den schwierigsten Zeiten zusammen“.

Die Visegrad-Staaten (Ungarn, Polen, Tschechien, Slowakei) sind scharfe Gegner der deutschen Flüchtlingspolitik und der von Brüssel diktierten Verteilerquote. Ungarn hatte im Herbst 2015 einen Grenzzaun errichtet und damit die unkontrollierte Einwanderung über die Balkanroute gestoppt.

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN
Schlagworte