Paris-Proteste gegen Arbeitsreform: Gewerkschaften holen eine Million Menschen auf die Straße

Epoch Times15. Juni 2016 Aktualisiert: 8. Juli 2016 0:59
Die Franzosen wehren sich vehement gegen die Arbeitsreform der Regierung. Hunderttausende Menschen protestieren gegen längere Arbeitszeiten, weniger Geld, gelockerten Kündigungsschutz und den Angriff auf die starken Gewerkschaften.

In Frankreich gehen erneut hunderttausende Menschen auf die Straße, um gegen die umstrittene Arbeitsreform der französischen Regierung zu demonstrieren.

Dabei kam es am Dienstag in Paris zu schweren Ausschreitungen zwischen mehreren hunderten Demonstranten und der Polizei. Dies berichten verschiedene Medien übereinstimmend. Demnach gab es auch zahlreiche Verletzte. Die Polizei setzte Tränengas und Schlagstöcke ein. 

Bereits seit Monaten protestieren die Franzosen gegen das geplante Arbeitsgesetz Loi Khomri. Und ein Ende ist nicht in Sicht: Die französische Gewerkschaft CGT hat bereits angekündigt, mit über einer Million Menschen auf die Straßen der Hauptstadt zu gehen. Trotz der massiven Proteste gegen die umstrittene Reform hält der französische Präsident Hollande jedoch weiterhin daran fest. "Ich gebe nicht nach", sagte er im Mai in einem Radiointerview. Die Reformen seien überfällig. 

Für die Franzosen würden die Reformen längere Arbeitszeiten für weniger Geld bedeuten. Darüber hinaus würde der Kündigungsschutz gelockert werden. Das Gesetz zielt auch auf die starken Gewerkschaften im Land ab. 

Rebellunion-Reporter berichtet vor Ort.

Ende März ist im Zuge der Demonstrationen gegen die Arbeitsrechtsreform auch die Protestbewegung "Nuit debout" entstanden. Dieser Bewegung schließen sich auch Jugendliche, Schüler und Studierende an. Seitdem versammeln sich jeden Abend hunderte Menschen auf dem Place de la République, um gegen die Regierung zu protestieren. Die Bewegung hat sich bereits auf zahlreiche französische Städte ausgebreitet.

In Frankreich herrscht seit den Terroranschlägen Ende 2015 der Ausnahmezustand. Dies räumt der Regierung weitreichende Vollmachten ein. (so) 

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