Paris versinkt im Chaos: Wenn bürgerkriegsähnliche Zustände Alltag werden

Epoch Times27. Mai 2016 Aktualisiert: 7. Juli 2016 21:57
Mit einem Ende der Demonstrationen in Frankreich kann derzeit nicht gerechnet werden: Die Arbeitslosigkeit unter den jungen Franzose steigt tagtäglich und damit auch die Wut und Verzweiflung. Und in einer schon seit Monaten angespannten politischen Lage, peitschte Frankreichs Präsident auch noch die umstrittene Arbeitsreform durch.

Seit rund zwei Monaten finden in Frankreich unter dem Slogan "NuitDebout!" (die Nacht wach, aufrecht verbringen) jede Nacht Proteste, Kunstevents, gewalttätige Aufstände und andere Aktionen statt. Aber auch tagsüber gibt es große Protestaktionen auf den Straßen Frankreichs. Die Arbeitslosigkeit in dem einst aufstrebenden Land ist groß. Und damit wachsen Wut, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit – besonders unter den jungen Franzosen.

Vor allem die neue Arbeitsmarktreform, vergleichbar mit der deutschen Agenda 2010, lässt die Menschen in Frankreich auf die Barrikaden gehen. Unter massiven Widerstand peitschte der französische Staatschef François Hollande die Reform ohne Beratungen und Abstimmung in der Nationalversammlung durch. Dies wurde durch den Punkt 49.3 der französischen Verfassung ermöglicht.

Mit der Entscheidung und Macht des Premierministers gilt das Gesetz seit dem 10. Mai als verabschiedet. Die Abgeordneten der Mitte-Rechts-Parteien LR (Die Republikaner) und UDI (Zentrumspartei) brachten ein Misstrauensvotum gegenüber der Regierung von Hollande ins Parlament ein. Die Abstimmung über das Misstrauensvotum fand am 12. Mai statt. Der Misstrauensantrag hat nur 246 der nötigen 288 Stimmen erreicht und ist damit gescheitert. 

Gewerkschaften rufen zum Widerstand

Bei den Streiks und Massendemonstrationen kommt es immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den Demonstranten, darunter auch Mitarbeiter der Ölraffinerien, und der Polizei. 

Französische Gewerkschaften haben nach tagelangen Sprit-Blockaden zu einer weiteren Ausweitung der Protestaktionen gegen die Arbeitsmarktreform der Regierung aufgerufen. "Jeder Tag muss ein neuer Schwung in der Mobilisierung sein", forderten die CGT und weitere Gewerkschaften in einer Mitteilung. Blockaden und Streiks an Treibstoffdepots und Raffinerien hatten in den vergangenen Tagen zu Versorgungsengpässen an Tankstellen geführt, gestern war jede fünfte Tankstelle im Land betroffen.

Die Regierung reagiert wütend auf die Protest: Jede Form von "Sabotage" einer "gewerkschaftlichen Minderheit" werde nicht geduldet: "Wir sorgen dafür, dass unsere Wirtschaft nicht erstickt wird", versicherte Premier Manuel Valls im Parlament, berichtet der "Spiegel". Valls fügte hinzu: "die CGT macht nicht die Gesetze,".

Verzweiflung und blinde Wut 

Trotz Drohungen von Seiten der Regierung ist es aber nicht zu erwarten, dass sich die Proteste von selbst beruhigen werden: Beobachter befürchten sogar, die Aktionen würden noch weiter zunehmen. Auch die Gewalt während der Demonstrationen nimmt stetig zu.

Während Gewaltbereite damit beginnen, Polizisten mit Flaschen und Steinen zu bewerfen und Polizeiautos in Brand zu stecken, antwortet die Exekutive genauso mit Gewalt. In dem Youtube-Video unten, lassen sich die bürgerkriegsähnlichen Zustände deutlich erkennen.

Bei dem Angriff auf einen Polizisten und sein Auto, bei Minute 02:46, lässt sich erkennen, dass gewaltbereite Demonstranten durchaus in Kauf nehmen, einen Menschen ohne ersichtlichen Grund zu verletzen, beziehungsweise dessen Auto in Brand zu stecken. 

Französische Antifa? 

Die gewaltbereiten Protestteilnehmer lassen sich mit der in Deutschland agierenden Antifa vergleichen. Die linksradikale Vereinigung gilt in der Bundesrepublik als vom Staat finanzierte Kraft, die im Interesse der Regierung handelt. (Siehe Hier) Die Anhänger der Antifa zeigen sich bei Demonstrationen auch äußerst gewaltbereit.

Wie sich die gewalttätigen Protestteilnehmer von normalen Demonstranten unterscheiden, wird auch bei dem Angriff auf das Militärmuseum ab 03:57 deutlich. Während die Gewalttäter zu allem bereit scheinen, stellten sich friedliche Demonstranten ihnen in den Weg und riefen "Halt! Aufhören!". (so) 

https://youtube.com/watch?v=XpiqhbPCJNk
 

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