Polen und Kroatien zur Asylkrise: Syrien-Konflikt lösen – Flüchtlingslager im Nahen Osten bauen

Epoch Times28. Januar 2016 Aktualisiert: 7. Juli 2016 15:31
Polen und Kroatien sind sich darüber einig, dass man die Flüchtlingskrise nur stoppen kann, wenn man die Probleme an der Wurzel beseitigt. Während einer Pressekonferenz in Warschau fordern die Staatsoberhäupter die UN auf, im Syrien-Konflikt aktiv zu werden. Darüber hinaus müsse man den Nahen Osten dabei unterstützen Flüchtlingslager aufzubauen.

Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Warschau, erörterten der polnische Präsident Andrzej Duda und die kroatische Staatschefin Kolinda Grabar-Kitarovic die laufende Flüchtlings- und Migrantenkrise. 

Es ist der zweite Tag eines Staatsbesuches Grabar-Kitarovics in dem osteuropäischen Land. Die Pressekonferenz fand am Donnerstag im Anschluss von Gesprächen der beiden Staatsoberhäupter statt, berichtet die polnische Presseagentur (PAP). 

Während der Konferenz sagte Duda, dass Polen und Kroatien zum Thema Flüchtlingskrise "mehr oder weniger den gleichen Standpunkt" vertreten. 

"Das heißt, wir müssen alle uns zur Verfügung stehenden Mittel ausschöpfen um die Fluchtursachen zu bekämpfen. Darüber hinaus muss eine wirksame europäische Politik umgesetzt werden", so das polnische Staatsoberhaupt.

Er sagte auch, dass konkrete Maßnahmen zu ergreifen sind um "weitere Wellen der Migration zu verhindern."

In diesem Zusammenhang sprach Duda die grundlegende Frage an, nämlich die Lösung des Syrien-Konflikts. Dazu forderte er die Vereinten Nationen auf aktiver zu werden. Außerdem müssten die Krisenregionen im Nahen Osten umfangreich unterstützt werden, um Flüchtlingslager in ihren Hoheitsgebieten aufzubauen zu können.

Die kroatische Präsidentin sieht das ähnlich: Grabar-Kitarovic sagte, "wir müssen gemeinsam handeln, um den Problemen dort wo sie beginnen entgegenzutreten."

Kroatien sei nur ein Transitland und kein endgültiges Ziel der Migranten, fuhr die Staatschefin fort. Sie fordert von der Europäischen Union auch, endlich die Kriterien festzulegen, nach denen Migranten und Flüchtlinge als zulässig definieren werden können. Darüber hinaus betonte sie die Notwendigkeit, die Sicherheitsprobleme an der griechisch-türkischen Grenze zu diskutieren.

Im Anschluss an die Gespräche, nahmen beide Staatsoberhäupter an dem kroatisch-polnischen Wirtschaftsforum teil. (so) 

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