Polizei: Londoner Attentäter trugen Sprengstoff-Attrappen für „maximale Panik“

Epoch Times11. Juni 2017 Aktualisiert: 11. Juni 2017 16:52
Die britische Polizei entdeckte bei den Londoner Attentätern Attrappen von Sprengstoffgürteln. Weiterhin fanden sie Weinflaschen mit brennbaren Flüssigkeiten, die auf einen "Plan B" hindeuteten.

Die britische Polizei hat am Wochenende weitere Ermittlungsergebnisse zu dem Anschlag mit acht Toten vom 3. Juni bekannt gegeben. Demnach trugen die drei Attentäter Attrappen von Sprengstoffgürteln, um „maximale Panik“ zu verbreiten. Zudem wollten sie ursprünglich nicht einen Lieferwagen, sondern einen 7,5-Tonner in die Menschenmenge steuern.

Aus Großbritannien sei ihm kein Fall bekannt, bei dem Attentäter vermeintliche Sprengstoffgürtel eingesetzt hätten, sagte der Leiter der Anti-Terror-Einheit von Scotland Yard, Dean Haydon, am Sonntag.

Die Attentäter nutzten dafür mit schwarz-silbernen Klebestreifen umhüllte Plastikflaschen, die an braunen Gürteln befestigt waren.

Über die Motive wird gerätselt

Haydon nannte zwei mögliche Motive für den Einsatz der Sprengstoff-Attrappen. Entweder hätten die Attentäter sie nutzen können, um sie bei einer Geiselnahme als Drohpotenzial einzusetzen oder sie hätten sich selbst davor schützen wollen, von Sicherheitskräften niedergeschossen zu werden.

Umso „bemerkenswerter“ sei der Mut der Polizisten und Passanten, die den Attentätern entgegengetreten seien. Die Attentäter wurden acht Minuten nach dem Beginn ihrer Attacke erschossen.

Ursprünglich wollten die drei Männer ihre Tat offenbar mit einem Lkw verüben, wie die Polizei ebenfalls am Wochenende enthüllte. Die Anmietung des 7,5-Tonners sei aber gescheitert, weil es Probleme mit der Bezahlung gegeben habe. Die Täter hätten daraufhin auf einen Lieferwagen zurückgegriffen.

Die Attentäter von London waren am 3. Juni im Zentrum der britischen Hauptstadt mit einem Lieferwagen in eine Menschenmenge gerast, anschließend stachen sie wahllos auf Menschen ein. Acht Menschen wurden getötet und 48 weitere verletzt. Zu dem Anschlag bekannte sich die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS).

In dem Tatfahrzeug fanden die Ermittler nach eigenen Angaben 13 Weinflaschen, die offenbar mit brennbarer Flüssigkeit gefüllt waren. Womöglich habe es einen Plan B gegeben, wonach die Täter die Brandsätze nach den Messerattacken zünden wollten, sagte Haydon. (afp)

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