Rimini-Fall zieht Kreise: Polen schickt Ermittler – Kultureller Vermittler aus Bologna nennt Vergewaltigung normalen Sex

Epoch Times30. August 2017 Aktualisiert: 4. September 2017 1:35
Der Fall einer brutalen Vergewaltigung am Strand von Rimini zieht weite Kreise in Italien. Jetzt wurde ein "kultureller Vermittler" gefeuert, nachdem er Vergewaltigung als "normalen Sex" bezeichnete. Inzwischen ersuchte Polen um Rechtshilfe und schickte Beamte nach Rimini. Justizstaatssekretär Patryk Jaki wütete auf Twitter: "Diese Tiere sollten die Todesstrafe bekommen."

Vier Männer überfielen am frühen Samstagmorgen, 26. August, gegen 3 Uhr, am Strand von Rimini ein Touristenpärchen aus Polen. Sie schlugen den Mann brutal zusammen – bis er das Bewusstsein verlor – und vergewaltigten nacheinander die 26-jährige Frau. Dann raubten sie das Paar aus.

Derzeit liegen die beiden Touristen in einem gemeinsamen Krankenzimmer und wollen nur noch nach Hause. Der junge Mann trug von dem Überfall eine gebrochene Nase und Schwellungen im Gesicht davon.

Die Frau hat große Angst davor, dass jemand ihren Namen verrät und sie erkannt werden könnte.“

(Jamil Sadegholvaad, Sicherheitsreferent von Rimini)

Laut italienischen und polnischen Medien soll es sich bei den Tätern um polizeibekannte Nordafrikaner handeln, mutmaßlich illegale Einwanderer im Alter unter 30 Jahren. In der Gegend sollen sie als Drogenhändler bekannt sein.

Die Kripo ist im Großeinsatz. Es werden Zeugenaussagen, Video- und Telefonaufzeichnungen aus Bars und von der Strandpromenade Lungomare Miramare ausgewertet. Bisher wurden 15 Männer überprüft.

Videoaufzeichnungen zeigten die Männer offenbar gegen 4 Uhr morgens, kurz nach der Tat. Sie trugen Kapuzen, was auf ein geplantes Verbrechen hindeutet und die Identifizierung erschwert.

Wie es heißt, könnte bereits am 12. August ein Paar beinahe Opfer der Bande geworden sein. Es konnte jedoch entkommen.

Der Fall zieht in Italien inzwischen weite Kreise.

Vergewaltigung ist normaler Sex?

Ein Kommentar in den sozialen Medien sorgte für große Empörung, wie die „Welt“ berichtet:

Ein sogenannter „kultureller Vermittler“, ein junger Pakistaner namens Abid J. (24) schrieb einen Kommentar auf Facebook, der die kulturellen Unterschiede im Denken besser kaum verdeutlichen könnte:

Eine Vergewaltigung ist nur am Anfang schlimm, aber dann beruhigt sich die Frau und es wird normaler Sex.“

(Abid J., Kulturvermittler)

Der Kulturvermittler wurde daraufhin von seinem Dienst bei einer Einwanderungseinrichtung in Bologna suspendiert, die sich im Auftrag der Stadtgemeinde um die Erstaufnahme und Unterbringung von Flüchtlingen kümmert.

Anschließend versuchte sich der Mann noch herauszureden und sagte, dass es falsch sei, dass der Verdacht bei Taten dieser Art immer gleich auf Einwanderer aus Afrika falle.

Polen läuft Sturm

Der polnische Justizstaatssekretär Patryk Jaki (32) schrieb auf Twitter:

Diese Tiere sollten die Todesstrafe bekommen. Wobei ich für diesen konkreten Fall auch die Folter wieder einführen würde.“

(Patryk Jaki, Justizstaatssekretär)

Mit diesem Post provozierte er heftige Reaktionen. Einige User forderten, die Vergewaltiger ihres „Tatwerkzeug“ zu berauben oder andere drastische Strafen zu vollstrecken, so die „Welt“ weiter.

Später ruderte Jaki zurück: „Verdreht meine Worte nicht. Ich will Folter nicht.“

Rechtshilfeantrag: Warschau schickt Beamte nach Rimini

Justizstaatssekretär Jaki postete später dann: „Wir überlassen das nicht den Italienern. Das ist eine Sache des polnischen Staates.“

Wie die polnische Nachrichtenagentur PAP berichtet, hat Warschau inzwischen einen Rechtshilfeantrag an Italien gestellt. Am Dienstag gehen vier polnische Beamte nach Italien, darunter ein Staatsanwalt und ein Kriminaltechniker der Polizei.

Auch in Polen wurde inzwischen ein entsprechendes Verfahren eröffnet und Zeugen verhört, hieß es.

Wie die „Welt“ schreibt, trage der Überfall in Rimini zu dem Eindruck bei, dass die „alten“ EU-Länder die Kriminalität, auch von Migranten, nicht in den Griff bekommen würden, während die neuen EU-Länder beim Thema innere Sicherheit deutlich besser dastehen würden.

Tatsächlich sei in Polen die Zahl der Morde und Diebstähle seit dem Jahr 2000 um fast zwei Drittel gesunken. Die Zahl der Vergewaltigungen habe sich fast halbiert. Auch die Aufklärung von Morden sei auf 96,3 Prozent gestiegen, die der Vergewaltigungen jedoch auf 80,5 Prozent Aufklärungsquote gesunken. Nach wie vor hat Polen Probleme bei der Aufklärung von Diebstählen. Nur 29,6 Prozent der Fälle werden aufgeklärt.

Siehe auch:

Rimini: Touristenpärchen am Strand überfallen – Junge Frau mehrfach vergewaltigt – Polizei jagt Nordafrikaner

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