Russland bereitet Rückgabe von drei ukrainischen Marineschiffen vor

Epoch Times17. November 2019 Aktualisiert: 17. November 2019 18:13
Entspannungszeichen. Nach Gefangenenaustausch will Russland jetzt, die vor einem Jahr beschlagnahmten Schiffe an die Ukraine zurückgeben.

Russland will die drei vor einem Jahr beschlagnahmten ukrainischen Marineschiffe zurückgeben. „Entsprechend den mit der Ukraine getroffenen Vereinbarungen werden drei ukrainische Schiffe vom Hafen Kertsch zum vereinbarten Übergabepunkt geschleppt“, teilte der Grenzschutz der russischen Geheimdienste am Sonntag der russischen Nachrichtenagentur Interfax mit. Die Übergabe werde am Montag stattfinden. Die Ankündigung erfolgt kurz nach der Ankündigung eines Ukraine-Gipfels, der am 9. Dezember in Paris stattfinden soll.

Ende November 2018 hatte die russische Küstenwache in der Straße von Kertsch zwischen dem Schwarzen und dem Asowschen Meer drei ukrainische Marineschiffe beschossen und beschlagnahmt. Der Vorfall hatte den seit 2014 bestehenden Konflikt zwischen Kiew und Moskau weiter befeuert. 24 ukrainische Besatzungsmitglieder, die bei dem Vorfall festgenommen worden waren, wurden im Zuge eines Gefangenenaustausches mit Russland im September freigelassen.

Zu dem Ukraine-Gipfel im sogenannten Normandie-Format hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sowohl Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wie auch den russischen Staatschef Wladimir Putin und den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj eingeladen.

Der russische Präsidentenberater Juri Uschakow sagte in einer am Sonntag vom russischen Fernsehen ausgestrahlten Sendung, es bestehe „die Chance“, dass der Gipfel „in diesem Jahr organisiert“ werde. Er kenne aber nicht das genaue Datum, weil darüber noch diskutiert werde. Es war unklar, wann die Sendung aufgezeichnet wurde.

Seit dem Beginn des Ukraine-Konflikts im Frühjahr 2014 wurden bereits mehr als 13.000 Menschen getötet. Kiew und westliche Regierungen werfen Moskau vor, die Rebellen in der Ostukraine mit Waffen zu unterstützen. Moskau weist dies zurück.(afp)

 

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