Schlagartiger Anstieg bei Migranten in Griechenland – plötzlich 462 Migranten am Tag

Epoch Times30. August 2016 Aktualisiert: 30. August 2016 17:01
Athen meldet einen schlagartigen Anstieg der Zahl illegaler Migranten aus der Türkei. Innerhalb der letzten 24 Stunden seien 462 Menschen auf die griechische Ägäis übergesetzt. Von der libyschen Küste wurden heute morgen außerdem 6.500 Gerettete durch die italienische Küstenwache per Twitter gemeldet.

In Griechenland ist die Zahl illegal einreisender Migranten aus der Türkei sprunghaft angestiegen, berichtet das Magazin „Focus“. 462 Menschen seien innerhalb der vergangenen 24 Stunden von der türkischen Küste auf griechische Ägäis-Inseln übergesetzt, so der Stab für die Flüchtlingskrise am Dienstag in Athen.

Seit dem Inkrafttreten des EU-Flüchtlingsabkommens mit der Türkei sei dies die größte Zahl von Flüchtlingen und anderen Migranten, die seit Anfang April an einem Tag registriert worden sind. Durchschnittlich kamen an den letzten sieben Tagen 72 Menschen an.

Man beobachte das Phänomen und stehe in engem Kontakt mit den türkischen Behörden, lautete es vom Stab. Man hoffe dies würde mit dem guten Wetter zusammenhängen, so ein Offizier der Küstenwache gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Italiens Küstenwache meldet 6.500 Flüchtlinge vor Libyen aus Seenot gerettet

6.500 Flüchtlinge wurden bei einem der intensivsten Rettungstage der italienischen Küstenwachen aus Seenot im Mittelmeer gerettet. Insgesamt wurden 40 Rettungseinsätze durch das Kommandozentrum koordiniert, wie die Küstenwache über Twitter am 30.8.2016 um 7.04 Uhr berichtet.

Auf einem Fischerboot waren 700 Menschen zusammengepfercht, berichtet die katalanischen Organisation Proactiva Open Arms. Einige von ihnen mit Rettungswesten seien aus dem Boot gesprungen und selbst zu den Rettungsbooten geschwommen.

Zudem waren Schiffe der italienischen Marine an den Rettungsaktionen beteiligt, so die Behörden. Auch die EU-Marinemission „Sophia“, die im Kampf gegen Schlepper im Einsatz ist, die EU-Grenzschutzagentur Frontex, sowie humanitäre Organisationen halfen bei der Rettung der Flüchtlinge.

Unter den Flüchtlingen wären zahlreiche Kleinkinder und Babys gewesen, so die Organisation Ärzte ohne Grenzen. Ein fünf Tage altes Neugeborenes musste mit dem Hubschrauber in ein italienisches Krankenhaus gebracht werden. (dk)

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