Wird das Bargeld bald abgeschafft sein?Foto: DENIS CHARLET/Getty Images

Schleichender Tod des Bargelds: Schweden – bald erstes bargeldloses EU-Land?

Epoch Times18. April 2016 Aktualisiert: 8. Juli 2016 4:45
Über die Abschaffung vom Bargeld wird viel diskutiert. In Deutschland sprechen sich die meisten Bürger gegen eine solche Entwicklung aus. Doch die Schweden sind schon auf dem Weg, das Bargeld komplett abzuschaffen.

Für Regierungen, Kreditkartenlobbys, Großkonzernen und die Zentralbank, ist eine bargeldlose Gesellschaft durchaus vorteilhaft. Für viele Bürger ist der Gedanke vom Ende des Bargeldes aber beängstigend. Und obwohl die Diskussion über eine bargeldlose Welt bislang oft nur als Angstmacherei abgestempelt wurde, ist es in Schweden bald soweit. 

Ende 2008 gab es in dem Königreich noch Bargeld im Wert von über 112 Milliarden Schwedischen Kronen. Bis Februar 2016 ist dieser Betrag auf unter 66 Milliarden Schweden Kronen gesunken, berichtet "Focus-Online".

Der Bargeldbestand wird sich bald halbiert haben – eine Trendwende ist nicht zu erwarten. 

Mit dem Ende des Bargeldes werden die Bürger vollständig kontrollierbar sein. Es bedeutet auch ein Ende der – finanziellen – Freiheit. 

"Focus-Online" veröffentlichte eine Grafik, die die Bargeldmenge der Wirtschaftskraft Schwedens in Prozente zeigt. Darauf sieht man das Bruttoinlandsprodukt welches für die Summe der Güter und Dienstleistungen, die eine Volkswirtschaft in einem Jahr erwirtschaftet, steht.

Demnach entsprach die in Umlauf befindliche Summe der Banknoten und Münzen in Schweden in den 90er-Jahren vier Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Im Februar 2016 war dieser Betrag auf nur noch 1,5 Prozent geschmolzen. Das heißt, dass man in Schweden kurz vor einem Bargeldverbot steht. 

"Bargeld macht krank"

Die Kreditkartenlobbys propagieren schon seit Jahren, dass Bargeld unnötig und sogar Gesundheitsschädigend sei. In Studien dieser Lobbys wird sogar vor Krankheitskeimen auf Geldscheinen gewarnt. Sie implizieren, dass Bargeld eine Gefahr für die Gesundheit des Menschen sei. Doch wer die Hintermänner und Organisationen dieser Kreditkartenlobbys kennt, der weiß, dass dies reine Propaganda ist.

In der schwedischen Hauptstadt, kann man in U-Bahnen schon nicht mehr mit Bargeld bezahlen, so auch in Bussen. Einzelhändler und Firmen haben die Möglichkeit, Bargeldzahlungen auszuschließen und großen Banken ziehen sich aus der Bargeldversorgung zurück, schreibt "Focus" weiter. Demnach waren Ende 2014 von 1774 Bankfilialen bereits 896 bargeldlos. Für die Schweden ist es schwer geworden, größere Mengen Bargeld abzuheben. Diese Entwicklung führt unumgänglich zur Abschaffung des Bargeldes.

Bargeldverbot bringt Bürgern keinen Nutzen

Doch ein Verschwinden des Bargeldes hat keinen Nutzen für den Bürger sondern nur für Regierungen, die Zentralbank und die Kreditkartenlobbys. Ohne Bargeld kann der Sparer auch nicht mehr vor den Negativzinsen der EZB fliehen. Ohne Bargeld gibt es für den Kunden auch nicht mehr die Möglichkeit seine Sparguthaben vor Pleitebanken in Sicherheit zu bringen. Ohne Bargeld gibt es völlige Transparenz der Zahlungsströme für den Staat und auch das Konsumverhalten für Großkonzerne wird dadurch völlig ersichtlich.

Wenn Schwedens Negativtrend in Sachen Bargeld dem Rest von Europa nicht als Weckruf dient, dann wird diese Entwicklung höchstwahrscheinlich auch bald auf andere Länder übergreifen. (so)

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