FlüchtlingskriseFoto: GABRIEL BOUYS/Getty Images

Schlepper berichtet: 25 IS-Kämpfer boten 40.000 Dollar für eine Fahrt nach Europa

Epoch Times31. Mai 2016 Aktualisiert: 8. Juli 2016 5:31
Nicht nur notleidende Menschen sondern auch deren Peiniger kommen in der Flüchtlingskrise nach Europa. Die Dschihadisten seien gut getarnt und würden zehntausende Dollars bezahlen um in einem Flüchtlingboot in die EU zu gelangen.

Mit den sommerlichen Temperaturen gewinnt die Flüchtlingsbewegung an Fahrt. Mehrere europäische Länder meldeten bereits einen Anstieg der Flüchtlingszahlen. 

Die Menschen versuchen weiterhin mittels Booten aus den Konfliktgebieten, über Italien, Griechenland und die Türkei in die EU zu gelangen. Die Route von Libyen nach Italien und dann weiter nach Nordeuropa ist, seitdem inkrafttreten des EU-Türkei-Flüchtlingsabkommen, besonders beliebt. 

Doch mit den wirklich notleidenden Menschen, kommen auch Terroristen des Islamischen Staates (IS, Daesh) nach Europa.

Ein Schlepper erzählte dem amerikanischen Sender CNN, dass ein IS-Mitglied ihm 40.000 Dollar geboten habe, um 25 seiner Männer auf einem kleinen Boot nach Europa zu bringen. Der Mann hat nach eigenen Angaben abgelehnt – sagt aber, dass das nicht jeder machen würde: "Schmuggler interessiert nur der Handel. Ob IS-Kämpfer oder nicht, ist dabei nicht von Bedeutung. Das Einzige, was zählt, ist das Geld."

Die blinde Gewalt der Terror-Gruppen

Der Oberst Ismail al-Shukri, der für den libyschen Militärgeheimdienst in der Hafenstadt Misrata tätig ist, sagte zu CNN: "Sie reisen mit ihren Familien, ohne Waffen bei sich zu tragen, als normale Migranten." Weiters meint er: "Um keinen Verdacht zu erregen, tragen sie westliche Kleidung und haben englischsprachige Papiere bei sich." Die Gefahr für Europa sei sehr real, so der Oberst.

In dem Bericht heißt es auch, dass sich die Lage in Afrika immer weiter zuspitzt. Verschiedene Terror-Gruppen wie die berüchtigte Boko Haram würden wahllos Zivilisten töten. Ein Flüchtling aus Nigeria erzählte dem Sender: "Kämpfer von Boko Haram haben meinen Vater und meinen Bruder getötet. Ich bin daheim nicht mehr sicher. Ich wollte nur noch raus."

Auch die Dschihadisten-Miliz Islamischer Staat im Nahen-Osten geht ähnlich vor. Vor einigen Tagen gab die UN bekannt, dass IS-Anhänger in der umkämpften irakischen Stadt Falludscha alle kampfunwilligen Jungen und Männer töten würde. Die Anzahl der Tötungen steige "dramatisch". Darüber hinaus würden Zivilisten die versuchten zu fliehen ebenso getötet oder ausgepeitscht. Dabei werde auch vor Frauen und Kindern nicht halt gemacht. (so)



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